Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Landesvorsitzender der Jungen Union Hamburg

Lokstedt wächst. Während in wenigen Jahren bis zu 30.000 Menschen im Stadtteil wohnen könnten, hat sich das Angebot an Nahversorgung und die Attraktivität der Einkaufsplätze/ -straßen am Siemersplatz und in der Grelckstraße kaum weiterentwickelt. Das Stadtteilzentrum verzeichnet mittlerweile sogar einen Leerstand von Gewerberäumen. Es fehlt an einem öffentlichen Sammelpunkt der sozialen Interaktion, der als solcher auch gerne von der Bevölkerung wahr- und angenommen wird.

Eine Empfehlung zur Aufwertung des Zentrums ist bereits im Zuge des Eimsbütteler Einzelhandels- und Nahversorgungskonzept an die Landesplanungen gegangen. In der jüngeren Vergangenheit wurden umfangreiche Verhandlungen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW) geführt, um deren Standorte am Behrmannplatz für Wohnungsbau und Weiterentwicklung des Stadtteilzentrums nutzen zu können. Die Gespräche endeten erfolglos.

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel beschloss im Sommer 2013 auf Initiative der CDU-Fraktion einstimmig einen interfraktionellen Antrag, das bestehende Stadtteilzentrum um Grelckstraße und Siemersplatz zu stärken und einen erneuten Anlauf zur Einbeziehung der Flächen von DRK und THW am Siemersplatz zu nehmen. Zunehmend werden auch aus dem vorpolitischen Raum, der Lokstedter Bürgerschaft sowie verschiedenen Vereinen und Verbänden, die Forderungen nach einem neuen Zentrum für Lokstedt lauter. Zuletzt wurde im Bürgerhaus Lokstedt eigens eine Interessensgruppe zur Zentrumsplanung gegründet.

Vor diesem Hintergrund erscheint eine Bündelung der verschiedenen Akteure und Interessensgruppen nur sinnvoll, um gemeinsam am Bedarf sowie an Lösungen zu arbeiten. Aktuellen Medienberichten ist bereits zu entnehmen gewesen, dass es hierzu bereits Überlegungen in der Bezirksverwaltung gibt. Deshalb soll nun mit Unterstützung der Kommunalpolitik ein Runder Tisch zur Attraktivitätssteigerung des Lokstedter Zentrums eingerichtet werden.

Dazu stelle ich gemeinsam mit der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung Eimsbüttel im Februar folgenden Antrag:

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel möge beschließen:

1. Der Bezirksamtsleiter wird aufgefordert, zu Beginn des zweiten Quartals einen Runden Tisch zur Attraktivitätssteigerung des Lokstedter Zentrums einzuberufen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Akteuren Bedarfe zu erörtern und Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren.

2. Zur ersten Sitzung sind als beteiligte Akteure alle Bürgerinitiativen, Vereine, Verbände und sonstige Interessensgemeinschaften im Stadtteil Lokstedt mit jeweils einem Vertreter durch das Bezirksamt einzuladen. Auch die Fraktionen der Bezirksversammlung Eimsbüttel sollen jeweils einen Vertreter entsenden.

3. DRK und THW sollen ebenfalls durch das Bezirksamt hinzugeladen werden.

4. Weiterhin soll das Bezirksamt Eimsbüttel selbst vertreten sein. Die Moderation hat durch eine erfahrene Institution zu erfolgen.

5. Das Bezirksamt soll geeignete Räume im Stadtteil Lokstedt für die Veranstaltung anbieten.

 

Foto: Das Deutsche Rote Kreuz am Standort Behrmannplatz.