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Die Hamburger Startup-Szene ist ein vitaler Kern für den zukünftigen Erfolg des Wirtschaftsstandorts Hamburg und damit für den Wohlstand unserer Stadt. Gleichwohl ist die Entwicklung der Innovationsmetropole Hamburg kein Selbstgänger. Es braucht Konzepte und Maßnahmen der Politik, um die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen und unsere Stadt für Gründer und junge Unternehmen attraktiv zu machen.

Wie die Antwort des Senats auf meine Anfrage aufzeigt, sinkt die Zahl der Neugründungen von Kleinunternehmen in Hamburg seit 2013 jedoch. Der Rückgang um 20% ist für sich genommen bereits besorgniserregend. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der Gründungen durch EU-Ausländer aber noch deutlich stärker zurück. Diese Daten bestätigen auch die Ergebnisse des aktuellen Deutschen Startup Monitor 2016: Demzufolge stammen in Hamburg lediglich 1,4% der Gründer und 11,2% der Mitarbeiter aus dem (EU-) Ausland. Damit ist Hamburg bundesweit Schlusslicht.

Hier sollte eigentlich das „Hamburg Welcome Center“ (HWC) unterstützen, welches 2007 vom damaligen CDU-Senat gegründet wurde. Das HWC agiert insbesondere als Dienstleister und Vermittler zwischen Hamburger Unternehmen und ausländischen Fachkräften. Zuletzt nahm jedoch die Kritik der Wirtschaft am Service des HWC zu. In der Antwort auf die gleiche Anfrage musste der Senat einräumen, dass man dort in einigen Abteilungen durchschnittliche Wartezeiten von 12 Wochen in Kauf nehmen müsse. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung der durchschnittlichen Wartezeit um 8 Wochen. Der rot-grüne Senat schätzt diese Verhältnisse nach eigener Aussage als „angemessen“ ein.

Auch auf die Frage nach einer mittel- bis langfristigen Strategie zur Verbesserung der Attraktivität Hamburgs für ausländische Fachkräfte kommt vom Senat nur heiße Luft. Offenbar sind für 2017 und 2018 keinerlei Maßnahmen konkret geplant, keine Budgets vorgesehen. Hier ruht sich Rot-Grün ausschließlich auf Erfolgen der Vergangenheit aus, dabei auch gerne aus Zeiten der letzten CDU-Senate, und geht mit keinem Wort auf zukünftige, eigene Ideen und Pläne ein. Stattdessen wird auf die Attraktivität internationaler Unternehmen wie Google, Facebook, Twitter und Dropbox verwiesen, die in Hamburg Ihre Deutschlandzentralen haben. Ein Offenbarungseid rot-grüner Wirtschaftspolitik. Die Förderung des Startup-Standorts Hamburg steht bei diesem Senat weiter hinten an.

Hamburg droht den Anschluss bei Unternehmensgründungen sowie beim Anwerben von (internationalen) Fachkräften zu verlieren. Noch ist unsere Hamburger Wirtschaft, auch die Startup-Szene selbst aktiv und ermöglicht viele Erfolge. Im internationalen Wettbewerb kann es sich der Senat aber schlicht nicht leisten, einfach in Ehrfurcht zu verharren und mehrmonatige Wartefristen für dringend benötigte Experten zum akzeptablen Standard zu erklären. Als internationale Handelsmetropole muss es unser Anspruch sein, Fachkräfte aus aller Welt für Hamburg zu gewinnen.

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