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Immer wieder kommt es für Anwohner in unseren Stadtteilen zu überraschenden Fällungen von Bäumen. Einhergehend mit einem regelmäßigen Unverständnis, warum der teils alte und liebgewonnene Baumbestand Axt und Säge zum Opfer gefallen ist, wächst der Unmut gegenüber Politik und Verwaltung seitens der Bevölkerung, warum denn nicht wenigstens rechtzeitig informiert wurde.

Dies betrifft insbesondere den öffentlichen Baumbestand an den Straßenrändern oder auf öffentlichen (Bau-) Grundstücken. Häufig ist die Fällung notwendig, da der Baum erkrankt ist und ein Risiko für den Straßenverkehr darstellt. Solche Fälle wären also durchaus mit ein wenig gezielter Öffentlichkeitsarbeit zu bearbeiten, ohne unnötiger Weise Unmut und Unverständnis in der Öffentlichkeit entstehen zu lassen. Das Bezirksamt Eimsbüttel verweist für solche Fälle auf die Liste der Baumfällungen, die in den Regionalausschüssen zur Kenntnis gegeben wird, und im Internet einsehbar ist.

Dieses Verständnis von Öffentlichkeitsarbeit ist nicht nur wenig bürgerfreundlich, geschweige denn bürgernah, es ist schlicht weg überholt. Vor diesem Hintergrund stellte ich gemeinsam mit der CDU-Bezirksfraktion im November 2013 den Antrag „Baumfällungen rechtzeitig öffentlich machen“, darauf abzielend, dass von der Verwaltung, bzw. beauftragten Dienstleistern, zukünftig Infozettel an Bäumen angebracht werden sollen, wenn ein größerer Beschnitt, bzw. eine Fällung ansteht. Genannt werden sollten der Grund, das Datum sowie ein Ansprechpartner.

Erfreulicher Weise schien sich die Verwaltung den Antrag der CDU-Fraktion trotz anfänglicher Skepsis zu Herzen genommen zu haben. So waren seit einigen Wochen Infozettel an Bäumen u.a. im Eimsbütteler Kerngebiet sowie in Lokstedt zu sehen. Doch damit soll schon bald wieder Schluss sein. Laut Auskunft der Verwaltung sind diese Zettel keine offiziellen Mitteilungen, sondern dienen der internen Kommunikation der beauftragten Baumfirmen. Merkwürdig nur, dass auf den Zettel explizit stand “Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger, …”.

Weiterhin teilt Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke in seiner Antwort auf meine Anfrage an die Verwaltung mit, dass es keineswegs beabsichtigt ist, den Antrag der CDU-Fraktion aus dem November 2013 umzusetzen. Ein Anbringen von Infozetteln an Bäumen ist nicht geplant. Auch darüber hinaus scheint die Bezirksverwaltung nicht daran interessiert, die Kommunikation mit der Bevölkerung in dieser Sache zu verbessern. Man verweist in der Antwort auf meine Anfrage nochmals auf die bestehenden Kommunikationskanäle. Eine modern geführte Verwaltung stellt sich besser auf – ordentliches regieren, wie von der SPD unentwegt angeführt, sieht anders aus.

Die vollständige Anfrage sowie die Antwort der Verwaltung gibt es hier zum Download.

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