Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Immer wieder kommt es in unseren Stadtteilen für Anwohner zu überraschenden Fällungen von Bäumen. Einhergehend mit einem regelmäßigen Unverständnis, warum der teils alte und liebgewonnene Baumbestand Axt und Säge zum Opfer gefallen ist, wächst der Unmut gegenüber Politik und Verwaltung seitens der Bevölkerung, warum denn nicht wenigstens rechtzeitig informiert wurde.

Dies betrifft insbesondere den öffentlichen Baumbestand an den Straßenrändern oder auf öffentlichen (Bau-) Grundstücken. Häufig ist die Fällung notwendig, da der Baum erkrankt ist und ein Risiko für den Straßenverkehr darstellt. Solche Fälle wären also durchaus mit ein wenig gezielter Öffentlichkeitsarbeit zu bearbeiten, ohne unnötiger Weise Unmut und Unverständnis in der Öffentlichkeit entstehen zu lassen.

Laut Berichterstattung des Niendorfer Wochenblatts verweist das Bezirksamt Eimsbüttel für solche Fälle auf die Liste der Baumfällungen, die in den Regionalausschüssen zur Kenntnis gegeben wird. Dieses Verständnis von Öffentlichkeitsarbeit ist nicht nur wenig bürgerfreundlich, geschweige denn bürgernah, es ist schlichtweg überholt.

Die Fälllisten im Internet zu publizieren ist ein erster Schritt, konsequenter wäre jedoch eine klare Markierung der betroffenen Bäume, wie es beispielsweise in England der Fall ist. Dort wird ein Zettel mit Grund und Ansprechpartner rechtzeitig an zu fällenden Bäumen befestigt.

Deshalb stelle ich gemeinsam mit der CDU-Bezirkfraktion in der Novembersitzung folgenden Antrag:

Die Bezirksverwaltung Eimsbüttel wird gebeten, sobald die notwendige Fällung eines Baumes auf öffentlichem Grund bekannt und beschlossen ist, einen Hinweiszettel am Baum anzubringen, welcher den Grund der Fällung, das geplante Datum sowie einen Ansprechpartner für Rückfragen nennt.

Das Niendorfer Wochenblatt berichtet dazu in der Ausgabe vom 20. November. Das ePaper gibt es hier zum Download.