Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Vor den Hamburger Sommerferien habe ich gemeinsam mit unserer Sprecherin im Regionalausschuss Lokstedt eine Aktion zum Thema Raser in unseren Quartieren gestartet. Eine immer wiederkehrende Beschwerde kam aus dem Bereich Rund um die A7-Baustelle. Hier gaben diverse Anwohner an, dass es gerade bei Stau auf der Autobahn häufig zu starkem Ausweichverkehr, beispielsweise auf dem Märkerweg kommt. Das bedeutet einerseits eine erhöhte Lärm und Abgasbelastung im Wohngebiet, andererseits aber auch ein erhöhtes Staurisiko auf diesen Nebenstrecken. Zusätzlich ist seit dem 3. September 2016 die Zufahrt in den Niendorfer Märkerweg vom Swebenweg für einige Wochen gesperrt.

Auf Grundlage dieses erneuten Beispiels mangelhafter Baustellenkoordination habe ich beim Senat nachgefragt, was in den nächsten zwölf Monaten noch an Verkehrsbehinderungen rund um die A7 Baustelle, zusätzlich zu den bestehenden Belastungen, geplant ist. Die Antwort hat selbst mich überrascht. Der Senat und die zuständige Behörde planen gleich eine ganze Latte an Maßnahmen. Welches Maß an Chaos das im Zusammenspiel mit der Großbaustelle für die betroffenen Quartiere bedeutet, scheint nicht weiter zu interessieren. Geplant sind Arbeiten an folgenden Stellen:

Hauptverkehrsstraßen:

  • – Frohmestraße, Pfennigwiese bis Schleswiger Damm
  • – Holsteiner Chaussee, Heidlohstraße bis Halstenbeker Straße
  • – Kollaustraße, Stapelstraße bis Auf dem Kollauer Hof
  • – Kollaustraße, Vogt-Cordes-Damm bis Papenreye
  • – Krohnstieg; Garstedter Weg bis Niendorfer Straße
  • – Oldesloer Straße, Anschlussstelle Schnelsen Nord
  • – Oldesloer Straße, Wunderbrunnen bis Swebenweg
  • – Papenreye, Kollaustraße bis Willhoop
  • – Schleswiger Damm, Anschlussstelle Schnelsen (Richtungsfahrbahn Nord)
  • – Swebenweg, Märkerweg, Kreuzungsbereich

Bezirksstraßen:

  • – Spanische Furt
  • – Sachsenweg
  • – Wendlohstraße

Auf die Frage nach der mangelnden Koordination der Baustellen angesprochen erwiderte der rot-grüne Senat in seiner unnachahmlichen Ironie:

„Ausweich- oder Umleitungsstrecken für die A7 durch das Stadtgebiet finden aber nur bei Sperrungen auf der Autobahn Anwendung. In diesen Fällen werden die Baumaßnahmen dann auch gezielt koordiniert.“

Übersetzt bedeutet dies, dass Koordination mit den Baustellen in den Stadtteilen nur dann stattfindet, wenn eine Sperrung der Autobahn geplant ist. Dass in der Realität teilweise sperrungsähnliche Staus auf der A7 zu massivem Ausweichverkehr führen, der dann an genau diesen unkoordinierten Stellen hängen bleibt, stört den zuständigen Senator für Verkehrschaos offensichtlich nicht.

Gemeinsam mit Kollegen aus der Bürgerschaftsfraktion habe ich diese Zustände zum Anlass genommen, vom Senat die Einsetzung eines Staukoordinators für die Metropolregion zu fordern. Der Antrag wird in einer der nächsten Bürgerschaftssitzungen behandelt.

Bild: Pixabay

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