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Seit Monaten schwelt die Diskussion um das Überschwemmungsgebiet Kollau und eine mögliche Bebauung der Aue Hagendeel. Diese Aue ist die letzte, größere unbebaute Fläche im Einzugsgebiet der Kollau und konnte bisher bei Überschwemmungen, bzw. bei starken Regenfällen zumindest Teile der Wassermassen aufnehmen.

Seit einiger Zeit plant jedoch der rote bzw. rot/grüne Senat, fern ab jeder Bürgerbeteiligung, die Bebauung dieser Fläche. Hier sollen dringend benötigte Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Der Bau nach dem derzeitigen Plan hätte jedoch die Aufschüttung und Versiegelung der Aue und damit ihren Wegfall als Überflutungs- und Versickerungsfläche zur Folge. Dies wiederum führt, so befürchten es die Anwohner, zu noch häufigeren und höheren Überschwemmungen der umliegenden Wohngebiete.

In diesem Fall kommt einiges zusammen: Der Schutz des Eigentums der im Überschwemmungsgebiet lebenden Anwohner, die absolut notwendige Unterbringung der von Krieg und Terror verfolgten Flüchtlinge und die Unfähigkeit des Senats, die Bürger in seine Planungen einzubeziehen.

Meine bisherigen Bemühungen eine echte Bürgerbeteiligung und sinnvolle Planungen einzuleiten, wurden ebenso wie Initiativen meiner ehemaligen Fraktionskollegen in der Bezirksversammlung Eimsbüttel, von der rot-grünen Mehrheit immer wieder vertagt und abgelehnt. Schließlich wurde auch mein letzter Antrag in der Bezirksversammlung im Juni durch Rot-Grün abgeschmettert. Vergeblich hatten wir als CDU beantragt Baumaßnahmen nicht zuzulassen, bevor die Ergebnisse einer Neuberechnung der wasserwirtschaftlichen Gegebenheiten, bekannt sind.

Um die blinde Bebauung des Geländes doch noch zu verhindern oder im Zweifel wenigstens den wasserwirtschaftlichen Schaden zu minimieren, haben Regionalsprecherin Silke Seif und die CDU-Bezirkskollegen nun zwei neue Anträge gestellt.

Einerseits fordern sie zu prüfen, ob eine Unterbringung der Flüchtlinge nicht auch auf ungenutzten Flächen in den Gewerbegebieten innerhalb der Fluglärmschutzzone 2 möglich ist. Rechtlich wäre dies denkbar, da Flüchtlingsunterkünfte keine Wohnungen im Sinne des Fluglärmschutzgesetzes sind. Da es sich hierbei nur um temporäre Unterbringungen handeln soll, können geringere Ansprüche an die Lärmbelastung gestellt werden, als bei regulärem, dauerhaft genutztem Wohnraum.

Wenn doch auf der Aue Hagendeel gebaut werden soll, fordert die CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung die Rückführung der Aue in ihren ursprünglichen Zustand, sobald die Flüchtlingsunterkünfte nicht mehr gebraucht werden.

Diese Initiativen wurden in der Juni-Sitzung des Regionalausschusses von SPD und Grünen abgelehnt. Nun reiche ich einen darauf aufbauenden eigenen Antrag in die Hamburgische Bürgerschaft ein. Gemeinsam mit unserer CDU-Fraktion fordere ich:

  1. Die Behebung der Wasserbaulichen Mängel der Vergangenheit.
  2. Korrekturen bei der bisherigen Ausweisung und Umsetzung des Überschwemmungsgebiets Kollau. Hierzu müssen sofort Dialogveranstaltungen stattfinden, um endlich auch von Senatsseite aus mit den Anwohnern ins Gespräch zu kommen.
  3. Die direkte und umfassende Information der betroffenen Anwohner. In der Vergangenheit erfuhren die Bürger hier häufig Neuigkeiten erst aus den Medien.
  4. Die Bebauung der Aue Hagendeel grundsätzlich zu überprüfen. Durch die Versiegelung und dadurch verstärkte Hochwasser dürfen weder Anwohner noch Flüchtlinge gefährdet werden. Kann der Senat eine solche Gefährdung nicht ausschließen, darf auf keinen Fall gebaut werden.
  5. Alternativen zur Aufschüttung der Aue zu prüfen. Durch Pfahlbauten könnte beispielsweise eine geringere Verdichtung erreicht werden.
  6. Bis zur Klärung dieser Punkte nicht den status quo zu verändern.

Als CDU bleiben wir weiterhin für die Interessen des Stadtteils und der hier lebenden Bürger am Ball. Um dies weiterhin effektiv tun zu können, brauchen wir jedoch Ihre Unterstützung. Beteiligen Sie sich an der Bürgerinitiative, wenden Sie sich mit Wünschen oder Anregungen gern direkt an mich. Machen Sie auch Freunde und Nachbarn auf die Situation und unsere Initiativen aufmerksam. Nur wenn wir den Druck auf den Senat erhöhen, besteht noch die Möglichkeit etwas zu ändern.

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