Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Distributed Ledger Technologien wie Blockchain können für den Wirtschaftsstandort Hamburg zum „Gamechanger” werden und einen zentralen Erfolgsfaktor bei der digitalen Transformation darstellen. Dies stellt der Hamburger Wirtschaftsrat in einem neuen Positionspapier vor und liefert eine Reihe von konkreten Forderungen an die Politik, wie die Zukunftstechnologie in Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung Anwendung finden kann. Und es ist höchste Zeit, dass wir uns in Hamburg endlich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen.

Denn Hamburg läuft Berlin, München und anderen Regionen in Sachen Innovationstempo weiter hinterher. Der Abstand wird größer, nicht kleiner. Dabei bietet die Blockchain-Technologie gerade für die Logistikmetropole Hamburg zahlreiche smarte Anwendungsmöglichkeiten. Ein digitales Bürgerkonto auf Blockchain-Basis macht beispielsweise die Technologie für jedermann sinnvoll nutzbar und Daten sicherer. Ein weiteres Thema in ganz Hamburg ist der Verkehr: Um die Staustadt endlich in Bewegung zu bringen, kann ein smartes Verkehrsmanagement mittels Blockchain-Technologie helfen. Vor dem Hintergrund des 2021 in Hamburg stattfindenden ITS Weltkongresses ein wegweisender Ansatz. Doch dazu müsste sich der Senat endlich bewegen, nicht nur beobachten, sondern testen und anwenden.

Dafür braucht es Investitionen in die Wissenschaft, einen Auf- und Ausbau der vorhandenen Blockchain-Expertise an der HAW sowie an der Universität Hamburg, sowie eine gezielte Förderung von Existenzgründungen. Ein “Hamburg Blockchain Institute” könnte die wissenschaftlichen Kompetenzen bündeln, stärken und den Wissenstransfer unterstützen. Konferenzen wie die UNCHAIN oder BlockChance und die Distribute bringen schon heute fast unbemerkt von der Öffentlichkeit weltweit führende Köpfe nach Hamburg. Ein “Hamburger Blockchain Forum” könnte die vorhandenen Aktivitäten koordinieren, Wirtschaft und Wissenschaft stärker miteinander vernetzen. Und ein „Hamburg Coin“ könnte Wirtschaft und Gesellschaft schließlich die Möglichkeit geben, unmittelbar zu partizipieren und so Einfluss auf die Entwicklung der Technologie zu geben.

Doch Rot-Grün fehlt es an Vision und Umsetzungskraft – der Senat bekommt die Digitalisierung auch hier im wahrsten Sinne des Wortes nicht auf die Kette. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion wird die Impulse der Wirtschaft aufnehmen und im zweiten Halbjahr ins Parlament tragen. Bei diesem Thema sind Ideen und Mitarbeit gefragt. Ich freue mich auf einen Austausch!

 

Foto: Bei einer Diskussion des Wirtschaftsrats zur Innovationsmetropole Hamburg (Fotograf: Christian Ströder)

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