Let’s innovate! #DigitalAdvocacy | #DigitalEconomy | #InternationalRelations

Es ist noch dunkel draußen, als das Smartphone brummt. Noch etwas auf Suche nach Orientierung, der erste Blick aufs Display. Es ist der Wecker. Kurz überlegen: genau, es geht nach Berlin. Der Koffer ist gepackt, noch schnell einen Becher Kaffee, dann geht es los in die Hauptstadt. Die erste große #ctour steht im Kalender. Das cnetz – Verein für Netzpolitik e.V. hatte geladen und über 200 Mitglieder folgten. Insgesamt 16 Unternehmen und Verbände hatten zugesagt, Besuchergruppen für einen fachlichen Austausch zu empfangen.

Morgen um 10 Uhr geht es los. Meine Gruppe hatte sich bereits zum ersten Programmpunkt unserer Tour zusammen gefunden. Los ging es bei der stiftung neue verantwortung im Beisheim Center am Potsdamer Platz. Die Umgebung beeindruckt bei der Ankunft durchaus. Die neue Mitte Berlins symbolisiert die Dynamik, welche seit einigen Jahren die bundesdeutsche Hauptstadt prägt. Mit dabei war auch Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Sprecher des cnetz e.V. Nach ein paar einleitenden Worten ging es gleich zur Sache: eine breite Diskussion über Datenschutz und Datensicherheit in einer digitalisierten Welt.

Nach guten 90 Minuten intensiven Meinungsaustauschs brachen wir auf zur zweiten Station: das Telekommunikationsunternehmen 1&1. Das Büro liegt unweit vom Alexanderplatz, ein paar Kilometer weiter östlich. Wir nehmen die U-Bahn. Nach einer kurzen Vorstellung des Unternehmens sprangen wir auch hier direkt in das zweite inhaltliche Thema unserer Tour: es geht vor allem um Big Data. Was passiert eigentlich mit unseren Daten und wer verdient damit sein Geld? Eine spannende Debatte, die immer wieder Schnittmengen zum ersten Stopp unserer Tour hervor bringt.

Unsere dritte Station war der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware. Ein Austausch mit der Games-Branche ist gerade aus Hamburger Sicht spannend. So zählt unsere Metropole zu den Hochburgen der deutschen Industrie. Rund 5.000 Arbeitsplätze sind in den letzten Jahren an Alster und Elbe entstanden. Das Games-Cluster wurde seinerzeit vom CDU-Senat initiiert. Unser Dialog drehte sich um die Entwicklungsperspektiven der Branche, den Ärger mit der aktuellen Hamburger Politik und neue Begrifflichkeiten. “Bücher kann man verfilmen oder versoften”, wieder etwas Neues gelernt. Und wer weiß schon, dass das erfolgreichste deutsche Computerspiel ein Landwirtschaftssimulator ist.

Aufgeladen mit vielen neuen Eindrücken ging es am späten Nachmittag für eine kurze Pause ins Hotel. Schnell die Laufschuhe geschnürt und ab ging es durch den Tiergarten. Während ich im Morgengrauen noch unterwegs in die Hauptstadt war, hatten sich bereits einige Mitglieder zum #clauf getroffen. Also wurde die sportliche Runde jetzt nachgeholt. Die frische Luft half wunderbar, die vielen Gedanken des Tages zu sortieren. Was haben wir gelernt? Was kann in der Bürgerschaft angeschoben und umgesetzt werden? Fragen über Fragen. Die ersten Papiere sind übrigens bereits in Arbeit.

Am Abend fand der Austausch seine Fortsetzung im Konrad-Adenauer-Haus. Die Parteizentrale hatte ihre Türen für die große #cnight geöffnet. Bundeskanzlerin Merkel glänzte in ihrer Rede mit Fachwissen und in der späteren Podiusmdiskussion mit der klaren Aussage, dass das umstrittene Anti-Angel-Gesetzt noch einmal grundlegend überarbeitet werden solle (“Der Tötungsprozess hat bereits eingesetzt.”).

Auf der Homepage des cnetz e.V. gibt es die komplette Übersicht der beteiligten Unternehmen und Organisationen sowie ein nettes storify, um noch ein paar weitere Eindrücke zu bekommen und die Vorfreude auf die nächste #ctour zu steigern.

Wer sich ebenfalls politisch in digitale Themen einbringen und das Hamburger Chapter des cnetz einmal näher kennenlernen möchte, schickt mir am besten direkt eine E-Mail.

 

 

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.