Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Seit Ende Juni herrscht in Schnelsen wieder Ruhe – und das nach jahrzehntelangem Autobahnlärm von mittlerweile über 150 000 Fahrzeugen pro Tag. Mit der Einweihung der Weströhre des neuen Lärmschutzdeckels Schnelsen verschwindet der komplette Verkehr der A7 in diesem Abschnitt unter dem neuen Bauwerk und ermöglicht den Anwohnern in und um Schnelsen endlich wieder, nachts mit offenem Fenster zu schlafen, sowie Balkon und Garten zu genießen. Wer es nicht selbst erlebt, mag es kaum glauben: Wo früher dröhnender Verkehrslärm rauschte und stinkende Lastwagen im Stau standen, hört man nun außer Vogelzwitschern nicht viel.

Die innovative Idee für diesen Deckel wurde bereits im Herbst 2009 durch den damaligen CDU-Senat angestoßen, der damals weit mehr Weitsicht und Nachhaltigkeit im Sinn hatte, als Rot-Grün, die auf Verkehrsprobleme nur Fahrverbote als Antwort kennen. Dass beim Thema Innovationen SPD und Grüne wieder die Augen verschließen, hat auch unser Vorstoß für Wärmetauscherflächen im Deckel gezeigt: Rund 500 Wohnungen hätten durch den Deckel klimafreundilch und CO2-frei mit Wärme versorgt werden können, wie verschiedene Studien belegen. Doch Hamburgs vermeintlichen Klimafreunden fehlte auch hier der Mut für eine innovative Lösung.

Da in Zukunft mit einem weiter steigenden Verkehrsaufkommen zu rechnen ist, wird dieses Jahrhundertprojekt konsequenterweise mit einem Ausbau von drei auf vier Fahrspuren je Richtung kombiniert. So wird sichergestellt, dass Schnelsen nach dem sechsspurigen Ausbau vom Bordesholmer Dreieck bis zur Landesgrenze Hamburg nicht zum Nadelöhr wird.

Neben dem Deckel in Schnelsen werden auch Stellingen und Altona ihre eigenen Tunnel bekommen. Insgesamt ein Riesenprojekt mit einer Investitionsgröße von rund 2 Milliarden Euro, zu rund 90% vom Bund finanziert. In meiner Rede vor der Hamburgischen Bürgerschaft habe ich deshalb nochmals verdeutlicht, was für ein Segen der Deckel auch für die Stadtteilentwicklung ist. Das Bauwerk begräbt nicht nur den Verkehr unter sich, auf ihm entstehen Grünanlagen, Verbindungsstraßen und neuer lebenswerter Wohnraum ringsumher. Schnelsen, beim Bau der A7 durch eine breite Schneise getrennt, wächst also wieder zusammen. Als Wahlkreisabgeordneter freue ich mich, dass der Stadtteil so die Chance für eine nachhaltige Weiterentwicklung bekommt.

Wenn Sie Ideen oder Anregungen haben, wie wir unsere Stadtteile noch lebenswerter gestalten können, schreiben Sie mir gerne eine E-Mail!

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