Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Deutschland ist eine Schifffahrtsnation mit stolzer Tradition. Dabei erwirtschaftet insbesondere der maritime Handel Wohlstand in allen deutschen Ländern. Entsprechend hoch ist die Frage der Zukunftsfähigkeit der maritimen Wirtschaft zu gewichten, die Notwendigkeit ganzheitlicher Forschungsansätze ist vor diesem Hintergrund offenbar.

Die CDU-geführte Bundesregierung hatte dazu bereits einen Impuls gegeben und so beschloss die Hamburgische Bürgerschaft am 3. September 2015 mit sehr großer Mehrheit (gegen die Stimmen der FDP-Fraktion), dass sich der Senat für die Errichtung eines Deutschen Maritimen Forschungszentrum (DMFZ) einsetzen, sowie eine entsprechende Machbarkeitsstudie durch den Bund anregen solle. Zugegeben, ein etwas merkwürdiger Antrag von SPD und Grünen, wird darin doch der Bund quasi aufgefordert, Hamburg einen Blankoscheck als Standort auszustellen.

Dennoch, die grundsätzliche Einrichtung eines solchen Forschungszentrums wurde von der Bürgerschaft mit Nachdruck begrüßt, der Standort Hamburg ist dazu natürlich ideal geeignet – dafür brauchte es eigentlich auch keinen Prüfantrag von SPD und Grünen, die offenbar an sich selbst zweifeln. Bis Ende des 2. Quartals 2016 soll dem Parlament berichtet werden.

Der beschlossene Antrag (Drucksache 21/1210) ist eine solide Grundlage zur Etablierung des DMFZ. Nun gilt es, rechtzeitig weitere Details zu definieren. Dabei ist es ausdrücklich zu begrüßen, dass sich der Beauftragte für die maritime Wirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Rüdiger Kruse MdB, dafür einsetzt, Bundesmittel in Höhe von zunächst 9 Millionen Euro für den Zeitraum von drei Jahren bereitzustellen, um den Grundstein für das Forschungszentrum in Hamburg zu legen.

Um das Thema voran zu bringen und Hamburg richtig als maritimen Forschungsstandort zu positionieren, stelle ich gemeinsam mit der CDU-Bürgerschaftsfraktion am 25. Mai folgenden Antrag (Drucksache 21/4054) – der Senat wird aufgefordert:

  1. sich gegenüber dem Bund um die Ansiedlung eines Deutschen Maritimen Forschungszentrums in Hamburg zu bemühen;
  2. entsprechende Vorbereitungen zu treffen, um Gebäude und sonstige benötigte Infrastruktur in Hamburg bereitzustellen;
  3. einen Projektrat unter Federführung des Center of Maritime Technologies e.V. in Hamburg, unter Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Stakeholder, unter anderem der Universität Hamburg, der TU Hamburg-Harburg, der Helmut- Schmidt-Universität, der Northern Business School, der Kühne Logistics University, der Bucerius Law School sowie der Hamburg School of Business Administration, mit dem Ziel der Gründung eines Deutschen Maritimen Forschungszentrums einzusetzen;
  4. die Maßnahmen im Bericht des Senats zur Errichtung eines Deutschen Maritimen Zentrums in Hamburg zeitnah umzusetzen;
  5. unter Einbeziehung des Bundes ein Finanzierungskonzept für den Bau, die Weiterentwicklung und den laufenden Betrieb des DMFZ zu entwickeln;
  6. der Bürgerschaft über die Umsetzung und die Finanzierung bis zum 31. März 2017 zu berichten.

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