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Viele Umbrüche in den letzten Jahren stellen die Medienunternehmen in Hamburg wieder und wieder vor neue Herausforderungen. In einer rasant wachsenden, digitalen Gesellschaft steht diese Branche im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Aktuell besteht in Hamburg, der Medienhauptstadt Deutschlands, ein umfangreiches Cluster von 14.000 Medienunternehmen. Viele davon kennt jeder man: Der Spiegel, die Axel-Springer-Verlagsgruppe oder die Deutsche Presseagentur. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung stehen etliche dieser klassischen Medienunternehmen des Printsektors jedoch vor großen Herausforderungen.

Facebook, Google, Twitter und Apple prägen unser digitales Zeitalter. Das wird immer wieder durch Studien bestätigt. Die klassischen Medienhäuser geraten unter Druck, müssen den neuen Trends folgen, sollten sie am besten anführen. Um die Unternehmen bei dieser Aufholjagd zu unterstützen, muss auch die Hamburger Politik ihren Teil beitragen. Ich habe den Senat gefragt, was er plant um hier aktiv zu gestalten. Die Antwort war, wie zu erwarten, leider mau. Gerade die Ausbildungsmöglichkeiten in unserer Stadt bleiben in diesem Feld überschaubar. Neben den kostenpflichtigen Angeboten der Hamburg Media School, findet Digitalisierung der Medien an den staatlichen Hochschulen kaum statt.

Doch welche Bedeutung hat die Digitalisierung tatsächlich für den Mediensektor? Seit 1991 sind die Auflagen der Deutschen Tageszeitungen von 27 Millionen auf 16 Millionen gesunken. Heute bietet das Internet alle Informationen schnell, kostenlos und nutzerfreundlich an. Die Konsumenten sind also immer seltener dazu bereit für Inhalte überhaupt zu bezahlen. Wenn sie dies tun, dann müssen diese Medienangebote besondere Vorteile gegenüber den kostenfreien Angeboten haben. Diese Vorteile konnten bisher nur wenige Medienhäuser wirklich bieten. Hier besteht also nach wie vor Handlungsbedarf. Aus Sicht der Politik braucht es ebenfalls neue Strategien und Ideen. Insgesamt sind 70.000 Arbeitsplätze in Hamburg betroffen.

Um diesen Umbruch für sich zu nutzen, ist es wichtig aktuelle Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen anzugehen. Dies betonte auch der Medienbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz vor kurzem bei einem Besuch in Hamburg. Um die aktuellen Herausforderungen anzugehen, setzt der Senat mit nextMedia.Hamburg auch weiterhin auf eine Initiative aus CDU-Regierungszeiten: Eine Plattform zur gegenseitigen Unterstützung und Kommunikation der Medienunternehmen. Doch dies kann nur der Anfang sein. Hamburg braucht neben dem lebendigen Austausch für eine gelungene zukünftige Entwicklung auch neue Studiengänge, Forschungsgruppen und Weiterbildungsprojekte.

Ich setze mich dafür ein, dass Hamburg weiterhin Medienhauptstadt in Deutschland bleibt. Dabei müssen bestehende Arbeitsplätze an den digitalen Wandel angepasst und neue innovative Berufsfelder ausgebaut werden. Hier muss überlegt, zeitnah und zukunftsorientiert gehandelt werden, damit Hamburg die Welle der Digitalisierung nicht verpasst. Eine engere Zusammenarbeit zwischen Medienhäusern und Politik ist dafür ausschlaggebend.

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