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Der Staat Israel und die Bundesrepublik Deutschland begingen im letzten Jahr den 50. Jahrestag der gegenseitigen Aufnahme von diplomatischen Beziehungen im Zeichen der Völkerverständigung und der Freundschaft. Ein historischer Meilenstein.

David Ben Gurion, erster Ministerpräsident des Staates Israel, und Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, zeigten Initiative und Toleranz und ließen beide Staaten in einen direkten und engen Dialog zueinander eintreten. Es entstand eine enge und bemerkenswerte Freundschaft zwischen beiden Ländern, welche sich bis heute tief in beiden Gesellschaften verankerte und auf der ganzen Welt Anerkennung und Bewunderung hervorruft. Im Jubiläumsjahr 2015 gab es in beiden Ländern eine Vielzahl von Veranstaltungen und Projekten in den verschiedensten Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Jugend, um die enge Freundschaft zwischen beiden Länder zu festigen.

Hamburg hat als Deutschlands „Tor zur Welt“ eine besondere Verantwortung und gleichzeitig eine besondere Chance, die internationale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Welt zu fördern und zu festigen. Darüber hinaus zählt die jüdische Gemeinde in Hamburg mit circa 3.500 Mitgliedern zu den größten jüdischen Gemeinden Deutschlands. Eine enge Partnerschaft mit Israel bietet sich entsprechend an. Die Hightech-Nation Israel bietet für Hamburgs Wissenschaft und Wirtschaft zahlreiche Anknüpfungspunkte und Potenziale. Aufbauend auf der Geschichte sowie den heutigen gemeinsamen Werten beider Staaten stünde es Hamburg gut an, die sich bietenden Rahmenbedingungen zu nutzen und die deutsch-israelische Freundschaft zum beiderseitigen Wohle zu festigen.

Ein besonderes Engagement der Freien und Hansestadt Hamburg für die deutsch-israelischen Beziehungen in den Bereichen Wissenschaft und Hightech ist jedoch öffentlich nicht wahrnehmbar. Auch auf meine Nachfrage beim Senat hin konnte in diesem Bereich kaum etwas vorgewiesen werden. Auch beim Thema Startups sieht die rot-grüne Koalition keinen Bedarf sich mit dem Hotspot Silicon Wadi zu vernetzen. Dabei könnte Hamburg hier auf den eigenen Stärken aufbauen und vom Austausch profitieren, z.B. in den Bereichen Smart Logistics, Medtech, Cyber Security und Media.

Auf anderen Feldern findet bereits ein erfreulicher Austausch statt. Dieser wird jedoch fast immer von privaten Initiativen oder einzelnen Institutionen getragen, welche dann mehr oder weniger intensiv vom Senat unterstützt werden. Dazu zählen beispielsweise 16 Jugendbegegnungen Hamburger Jugendhilfeträger in Israel und Deutschland, die zwischen 2011-2015 stattgefunden haben. Eine genaue Auflistung der verschiedenen Projekte findet sich in der Senatsantwort auf meine Schriftliche Kleine Anfrage.

Bedauerlich dagegen ist es, dass sich das Land Hamburg seit der SPD-Regierungsübernahme in 2011 nicht mehr am Projekt „Wald der deutschen Länder“ in der Wüste Negev beteiligt hat. Seit 1991 unterstützen die deutschen Bundesländer das große Aufforstungsprojekt durch Baumspenden. Auch die grüne Regierungsbeteiligung hat bislang keine neue Hamburger Initiative gebracht. Dagegen setzt sich die Junge Union Deutschlands für ein ergänzendes Projekt ein: den Philipp-Mißfelder-Wald.

Die Anknüpfungsmöglichkeiten mit Israel sind vielfältig. Sport, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft sind nur vier mögliche Felder, auf denen beide Länder auch in Zukunft voneinander profitieren und lernen können. Das Land Berlin hat diese Chance bereits vor einigen Jahren für sich erkannt. Durch zahlreiche Initiativen hat man es dort geschafft ein exzellentes Image in Israel aufzubauen. Gerade für die junge Generation aus Israel gilt Berlin international als „the place to be“. Unsere Bundeshauptstadt profitiert davon, nicht nur wirtschaftlich. Hamburg steht als Deutschlands Tor zur Welt hinten an. Gemeinsam mit der CDU werde ich mich dafür einsetzen, dies zu verändern.

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