Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Mit der Gründung einer eigenen Marketinggesellschaft im Jahr 2004 ging die Stadt Hamburg neue Wege im Stadt- und Standortmarketing.  Die Hamburg Marketing GmbH (HMG) ist seitdem für die Kommunikation der Dachmarke Hamburg verantwortlich und verzahnt dazu die zielgruppenorientierten Aktivitäten der weiteren im Standortmarketing tätigen Gesellschaften. Ihre Arbeit ist auch für die Bezirke und die Aktivitäten vor Ort von großer Bedeutung, zumal es hilfreiche Synergieeffekte geben kann. Gemeinsam mit der CDU-Fraktion stelle ich im Januar den Antrag, dass sich der Wirtschaftsausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel näher mit dem Thema Marke Hamburg und den Lerneffekten und Transfermöglichkeiten für Eimsbüttel beschäftigen soll – die “Marke Eimsbüttel” steht im Fokus.

Marken sind durch kollektive Vorstellungen gekennzeichnet. Im Wettbewerb der Bezirke ist es wichtig, diese positiven Vorstellungen zu kennen und zu steuern, um gezielt die Attraktivität “unserer Marke” steigern zu können. Welche positiven Vorstellungen Menschen mit Hamburg verbinden, wurde erstmals im Jahr 2004 durch eine Markenanalyse erkundet. Fünf Jahre später wurde die Studie wiederholt. Die Ergebnisse, das Erfolgsmuster der Marke Hamburg, erlauben es, Menschen durch Themen anzusprechen, die sie bewusst oder unbewusst mit unserer Metropole positiv assoziieren. Offen ist die Frage, wie eine “Marke Eimsbüttel” für unseren Bezirk aufgebaut werden kann.

Ziel einer markengesteuerten Kommunikation ist es demnach, Menschen und Unternehmen im In- und Ausland für Eimsbüttel zu begeistern. Ob Touristen oder Geschäftsreisende, Kreative oder Facharbeiter, Unternehmen oder öffentliche Organisationen. Sie alle sollen Eimsbüttel positiv wahrnehmen. Aus der Wahrnehmung der „Marke Eimsbüttel“ gilt es entsprechend Kapital für den Standort und die hier lebenden Menschen zu schlagen, beispielsweise in Sachen Wirtschaftsförderung.

Doch was macht eigentlich die Marke Eimsbüttel aus? Sind es traditionelle Institutionen wie das Museum für Völkerkunde oder der Tierpark Hagenbeck? Das Niendorfer Gehege oder die Altbauquartiere rund um die Osterstraße? Ist es die Universität Hamburg oder sind es Konzerne wie Beiersdorf und NXP, oder sind es die Wochenmärkte wie der Isemarkt? Diese Fragen und Faktoren gilt es zu klären und in eine “Marke Eimsbüttel” einfließen zu lassen.

NACHTRAG: Ende Januar beschloss die Bezirksversammlung Eimsbüttel auf Antrag der CDU-Fraktion einstimmig, dass sich der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Kultur näher mit dem Thema beschäftigen soll.