Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Die Wochenmärkte in Eimsbüttel leisten einen wichtigen Beitrag für die Nahversorgung unserer Quartiere und bieten neben der Einkaufsmöglichkeit auch eine willkommene Gelegenheit zur Begegnung und Austausch mit Nachbarn und Freunden. Zurzeit gibt es im Bezirk Eimsbüttel zehn Wochenmärkte, vier von ihnen sind in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen angesiedelt. Anfang des Jahres verkündete das Bezirksamt Eimsbüttel die Schließung des Eimsbütteler Wochenmarkts an der Apostelkirche aufgrund mangelnden Interesses. Ein Weckruf, der mich veranlasst hat, den aktuellen Zustand und die Perspektiven für die Wochenmärkte in unseren Stadtteilen zu erfragen, nachdem ich mich schon viele Jahre als Bezirksabgeordneter um unsere Wochenmärkte gekümmert habe – in der Bezirkspolitik ist die Entwicklung der Wochenmärkte verankert. Weitere Schließungen von Wochenmärkten wären für die Nahversorgung und die Lebensqualität in unseren Stadtteilen ein herber Rückschlag.

Welche Wochenmärkte gibt es in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen?

In Lokstedt wird mittwochs zwischen 8:30 und 13 Uhr frische Ware in der Grelckstraße verkauft, in Schnelsen hat der Wochenmarkt in der Wählingsallee dienstags und freitags zwischen 8:30 und 13 Uhr geöffnet. In Niendorf stehen die Händler am Donnerstag und Samstag zwischen 8:30 und 13:30 Uhr am Tibarg. Auf Initiative der CDU-Bezirksfraktion wurde erstmals 2009 die Einrichtung eines Wochenmarkts für Niendorf-Nord auf den Weg gebracht und 2015 im Rahmen des Bund-Länder-Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ schließlich eingerichtet. Hier können die Anwohner jeden Dienstag zwischen 14:30 und 19 Uhr frisch einkaufen.

Wie steht es um die Wochenmärkte in unseren Stadtteilen?

Die gute Nachricht ist: Derzeit plant das Bezirksamt keine weiteren Schließungen. Doch es gibt trotzdem Grund zur Besorgnis, denn die wenigen bekannten Zahlen entwickeln sich für alle Wochenmärkte in unseren Stadtteilen negativ. Eine Ausnahme von diesem Trend ist der Markt in Niendorf-Nord, wobei auch hier ein erhebliches Defizit vorherrscht. Selbst der stets belebte Markt am Tibarg ist nicht mehr kostendeckend für den Veranstalter, das Bezirksamt Eimsbüttel.

Es ist bemerkenswert, dass dem Bezirksamt ansonsten keinerlei Erkenntnisse vorliegen, beispielsweise zu Besucherzahlen oder Kundenzufriedenheit. Dabei sollte es vor einigen Jahren umfangreiche Investitionen zur Verbesserung unserer Wochenmärkte geben – passiert ist hier wenig.

Was die Politik vor Ort nun tun muss                         

Trotz Minusbilanzen und fehlender Kostendeckung: Das SPD-geführte Bezirksamt Eimsbüttel sieht keinen Handlungsbedarf. Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung sind nicht geplant. Die Attraktivität zu steigern, indem man beispielsweise mit geänderten Öffnungszeiten experimentiert, scheint auch keine Option – hier beharrt das Bezirksamt auf den Aussage der Marktbeschicker, die aus organisatorischen Gründen an veränderten Öffnungszeiten offenbar nur bedingt interessiert sind. Wirkliches engagiert wirken die politischen Verantwortlichen hier dennoch nicht, in Zusammenarbeit mit den Händlern mehr Besucher anzulocken.

Ich werde mich zusammen mit den Kollegen der Bezirksfraktion neue Initiativen zur Stärkung unserer Wochenmärkte starten. Unsere Stadtteil.Meinung. Umfrage hat gezeigt, wie wichtig die Märkte den Bürgern vor Ort sind. Zu einem weiteren Sterben von Wochenmärten dürfen wir es gar nicht erst kommen lassen und schon gar nicht untätig zusehen, wenn die Wochenmärkte in Gefahr sind. Über konkrete Ideen, wie unsere Wochenmärkte noch attraktiver gestaltet werden können oder wo womöglich passende Standorte für neue Märkte sind, freue ich mich per Mail.

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