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Hamburg soll ein Deutsches Maritimes Forschungszentrum erhalten. Mit großen Worten beschreiben die Abgeordneten von SPD und Grünen dies in ihrem aktuellen Antrag als „ein Koordinierungs- und Innovationsförderungszentrum für die maritime Forschungsentwicklung, das den Zukunftsthemen Schiffbau und Meerestechnik die angemessene Sichtbarkeit in Deutschland und darüber hinaus sichert.“„Hamburg“, so die Autoren des Papiers, „hat als Welthafenstadt den Anspruch, die maritime Wirtschaft weiterzuentwickeln… und bietet als zentral gelegene Metropole ideale Rahmenbedingungen für ein zukünftiges Deutsches Maritimes Forschungszentrum (DMFZ).“

Für uns als CDU ist klar, dass die Bereiche Hafen, Schiffsbau und Meerestechnik klare und untrennbar mit unserer Stadt verbundene Stärken darstellen. Diese Alleinstellungsmerkmale könnten mit dem angedachten DMFZ zusätzlich gestärkt werden und gleichzeitig den Forschungsstandort Hamburg bereichern.

Interessant am aktuellen Antrag der Hamburgischen Rot/Grünen Koalition ist jedoch, dass ein solches Forschungszentrum schon längst in Berlin geplant wird. So hat das Bundeswirtschaftsministerium hierzu bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die im Antrag noch gefordert wird. Hier scheint die Abstimmung der Genossen untereinander, immerhin ist Sigmar Gabriel Bundeswirtschaftsminister, völlig schief gelaufen zu sein.

Faszinierend ist aber auch, dass die Fraktionen von SPD und Grünen in diesem Fall ein Wunschkonzert der Wirtschafts- und Wissenschaftspolitik anstimmen, für welches andere die Zeche blechen sollen. Im Antrag wird an keiner Stelle die Bereitschaft Hamburgs erwähnt, sich finanziell beteiligen zu wollen. Dabei wäre die klare Zusage zur kostenfreien Bereitstellung benötigter Gebäude das Mindeste.

Wie unausgegoren die Rot/Grünen Pläne wirklich sind, zeigt sich spätestens bei der geplanten Finanzierung. Als Maßstab soll das Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt dienen. Dies hat ein Gesamtbudget von 798Mio. €. Zur Finanzierung des DMFZ wollen die Regierungsfraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft, neben 47Mio. € aus Fördermitteln des Bundes, ausschließlich Drittmittel nutzen. Wer ein solches Forschungszentrum ernsthaft in Hamburg ansiedeln will, der muss auch bereit sein, selbst Geld in die Hand zu nehmen. Wenn Exzellenz am Standort ausgebaut werden soll, dann müssen wir auch investieren.

 

Foto: https://pixabay.com/de/hafen-hamburg-ponton-wasser-111931/ – pixabay.com

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