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Für das Gelände des ehemaligen Recyclinghofs im Offakamp wird seit Jahren eine ganzheitliche neue Lösung gesucht. Zuletzt hatte es 2012/2013 Überlegungen der Verwaltung gegeben, die Fläche zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Dieser Idee war im Juni 2013 vom Hamburgischen Oberverwaltungsgericht eine Absage erteilt worden, da es sich um ein Gewerbegebiet handelt.

Ein besonderer Streitpunkt ist dabei auch die hohe Schadstoffbelastung des Bodens gewesen, die bereits im Jahr 2005 in einem Gutachten festgestellt wurde, und nur so lange als unbedenklich eingestuft wurde, wie der Boden versiegelt sei. Mehrfach hatten Anwohner Beschwerde eingelegt, als im Zuge der geplanten Wohnunterkunft der Boden aufgebuddelt worden war.

Mittlerweile ist auf dem Gelände einen Handwerks- und Gewerbehof nach Münchner Vorbild geplant. Neun dieser Gewerbehöfe gibt es in der bayrischen Hauptstadt, nicht am Stadtrand, sondern mitten in den dicht besiedelten Quartieren angesiedelt. Moderne Bauten mit günstigen Mieten für die Betriebe. Doch gilt es vorab, die Schadstoffbelastung des Bodens am Offakamp genau zu berücksichtigen. Dazu habe ich drei Anfragen an die Verwaltung gestellt.

Demnach hat die Verwaltung im November 2013 die Genehmigung erteilt, ein Gutachtens zur Konzeption und Durchführung von Kampfmittel- und Altlastenuntersuchungen, sowie ein Maßnahmenkonzeptes für eine ggf. erfolgende Neubebauung zu erstellen. Dies teilte die Finanzbehörde auf meine Anfrage (3/20) “Weitere Entwicklung des Geländes Offakamp” mit.

Bei den daraufhin im Mai 2014 durchgeführten Bodenuntersuchungen wurde die bereits 2005 festgestellte Belastung bestätigt, im Gutachten jedoch als unbedenklich für den geplanten Handwerks- und Gewerbehof eingestuft. Eine mögliche Verbreitung der Schadstoffe ist zudem “aufgrund des derzeitigen Versiegelungsgrades des Grundstücks nicht gegeben”, Gaswanderungen in benachbarte Grundstücksbereiche seien zudem nicht zu erwarten so die Antwort der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt auf meine Anfrage (Nr. 4/20) “Schadstoffbelastung des Geländes Offakamp – Verbreitungsgefahr?”.

Dem gemeinsamen Projekt von Handwerkskammer und der Stadt Hamburg steht aus dieser Sicht nichts mehr im Wege. Eine Herausforderung könnte noch die Klausel sein, dass eine Realisierung nur erfolgen soll, wenn wenigstens 80% der Fläche vermietet sind. Betrieben werden soll der Handwerks- und Gewerbehof übrigens von der städtischen Sprinkenhof AG, wie das Bezirksamt Eimsbüttel auf meine Anfrage (13/20) “Weitere Entwicklung des Geländes Offakamp” mitteilte. Es wäre eine gute Entwicklung – für die Wirtschaft und den Standort am Offakamp.

 

Foto: Modell der Stadt Hamburg auf dem Rathausmarkt

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