Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Gerade die Anfangsphase gestaltet sich für viele Gründerteams und deren Innovationsvorhaben äußerst schwierig. Fragen wie: Wie kann ich einen ersten Kunden gewinnen? oder: Wie führe ich erste Kundengespräche? sind typische Fragen, die sich in Startups gestellt werden.

Um ein junges Unternehmen aufzubauen und ihm zum Erfolg zu verhelfen, ist eine kontinuierliche Unterstützung wichtig. Um diese zu erhalten, wünschen sich viele Start-ups im Zuge eines sogenannten „Mentorings“ begleitet, beraten und unterstützt zu werden. Die Weitergabe von unternehmerischem Erfahrungswissen durch Experten ist für viele Startups von unschätzbarem Wert. Diese profitieren nicht nur von der unternehmerischen Erfahrung der Mentoren. Sie gewinnen auch wertvolles Know-how zum Umgang mit Herausforderungen in der Startphase, entwickeln ihre Kompetenzen zur strategischen Unternehmensplanung weiter und erweitern ihr Netzwerk, um langfristige Partnerschaften aufzubauen.

Initiativen, wie die des Bundesverbands Deutsche Startups zum Aufbau eines Mentoren-Netzwerks, welches insbesondere junge Unternehmensgründer mit erfahrenen Unternehmern aus dem Mittelstand zusammenbringt, findet man in Hamburg aber bisher kaum. Wenige Ausnahmen sind die Initiative „Hamburg Startup“, die sich mit eigenen, bewährten Formaten und Services in die Startup-Szene einbringt und den Standort Hamburg damit stärkt sowie das an der TU Hamburg angesiedelte Gründerzentrum „Startup Dock“. Das Startup Dock steht nach eigenen Angaben für erfolgreiche Gründungen an Hamburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es bietet jungen Gründern unter anderem Möglichkeiten des Mentorings sowie der Qualifizierung und Finanzierung. Die Förderung richtet sich hier allerdings in erster Linie an Studierende und Wissenschaftler.

Um den Zugang zu ehrenamtlichen Mentoren für alle Innovatoren zu verbessern und auch die Vernetzung von außeruniversitären Gründern zu verbessern, bietet sich die Schaffung eines übergreifenden Mentoren-Netzwerks an. Nach eigenen Angaben hat sich der Senat mit der Errichtung einer solchen Institution bisher nicht befasst, hält die Idee der Vernetzung von Innovatoren, etablierten Unternehmen und der Wissenschaft jedoch für durchaus sinnvoll (vgl. Drs. 21/1687). Da aber nicht abzusehen ist, ob Rot/Grün hier jemals aktiv wird, habe ich jetzt mit einigen Kollegen aus der CDU-Bürgerschaftsfraktion den Druck erhöht und einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht. Wir fordern, dass die Stadt Hamburg unter Einbeziehung aller Stakeholder ein übergreifendes Mentoren-Netzwerk schafft. Es soll sowohl Innovatoren, als auch etablierte Unternehmen und die Wissenschaft zusammenbringen und miteinander vernetzen. Unbedingt einzubeziehen sind:

Die Handelskammer, die Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg, die Standortinitiative nextMedia.Hamburg, die Initiative „Hamburg Startups“, die Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (HWF) sowie das Gründungszentrums Startup Dock.

Um das Vorhaben von Anfang an erfolgversprechend aufzustellen, fordern wir vom Senat auch eine frühzeitige Planung, wo das Netzwerk anzusiedeln ist und wie ein angemessener, finanzieller Rahmen auszusehen hat und diesen bereit zu stellen.

 

Bild: Pixabay.com – https://pixabay.com/de/geschäft-planen-start-strategie-891339/

 

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