Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Hamburg soll eine neue U-Bahn erhalten. So viel steht mittlerweile fest. Offen dagegen ist die abschließende Streckenführung und vor allem das Datum von Bau und Inbetriebnahme. Während die SPD im letzten Wahlkampf noch damit warb, von zwei Seiten gleichzeitig bauen zu wollen, ist davon schon lange keine Rede mehr. Umso mehr ein Grund für unsere CDU, mit den Bürgern vor Ort ins Gespräch zu kommen und frühzeitig zu informieren.

Am vergangen Montag hatte die CDU Lokstedt/Niendorf/Schnelsen nun zum Austausch geladen. Gemeinsam mit unserem Eimsbütteler Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse (CDU) und Gerhard Schenk (Hamburger Hochbahn) stelle ich mich der Diskussion mit über 50 Bürgern. Erstes Ziel war es, den aktuellen Planungsstand vorzustellen (hier findet sich die Präsentation) und Anregungen aus dem Stadtteil mitzunehmen.

Offen ist vor allem die Frage der Trassenführung im Westen. Angedacht sind derzeit zwei Varianten (siehe Bild): eine Strecke würde durch das Eimsbütteler Kerngebiet führen, die andere Variante über den Siemersplatz und Hagenbecks Tierpark, durch Stellingen bis zu den Arenen und weiter zum Osdorfer Born. Selbst bei der südlichen Trassenführung soll ein Endpunkt am Siemersplatz entstehen, auch wenn die Bahnen dann wohl sicher nicht so häufig unter Lokstedt hindurch rollen und die Anbindung der Arenen wegfallen würde.

Neben vielen Fragen und Anregungen aus dem Publikum, welche sich von möglicher Lärmbelästigung, dem zukünftigen Kellerbau oder mit einer befürchteten Kostenexplosion befassten, zeichnen sich auch viele Fragen um die Ernsthaftigkeit zur politischen Weiterentwicklung unserer Stadt durch den rot-grünen Senat ab, vor allem wenn es darum geht, hartnäckig und langfristig hinter einem Projekt zu stehen. Manch einer mag sich an die Wahlprogramme der Sozialdemokraten aus den 1970er Jahren erinnern. Schon damals wurde eine neue U-Bahn versprochen, um Teile Altonas besser anzubinden. Bis heute warten die Bürger vor Ort vergebens.

Dieses Geschichte darf sich nicht wiederholen. Deshalb bleiben wir am Thema, berichten regelmäßig und nehmen Anregungen aus den Stadtteilen mit in die politische Diskussion.

 

Bild: Hamburger Hochbahn (C)

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