Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Es hat eine Weile gedauert, genau genommen zweiundvierzig Jahre, bis endlich einmal wieder ein Bundesparteitag der Jungen Union Deutschlands in Hamburg stattfinden sollte.

Am dritten Oktoberwochenende war es soweit. Rund 1.000 Delegierte und Gäste, Vertreter aus der Wirtschaft sowie den Medien waren ins Congress Center Hamburg gekommen. Dazu kamen Delegationen und dutzende Vertreter unserer Partnerorganisationen aus Europa und der Welt. Die Teilnehmer erwartete ein dreitägiges, anspruchsvolles Programm.

Der Deutschlandtag 2015 war in mehrfacher Hinsicht eine besondere Veranstaltung. Nach zwölf Jahren an der Spitze der größten politischen Jugendorganisation Europas hatte Philipp Mißfelder im letzten Herbst den Bundesvorsitz abgegeben. Paul Ziemiak war zu seinem Nachfolger gewählt worden. In diesem Jahr begannen wir die Veranstaltung im Gedenken an Philipp. Viel zu früh war der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Juli diesen Jahres plötzlich und unerwartet verstorben. Zu seiner Erinnerung wirbt die Junge Union nun um Spenden für ein Aufforstungsprojekt in der Negev-Wüste. Dort soll zukünftig ein Philipp-Mißfelder-Wald an den großen Freund Israels erinnern.

Unter dem Vorsitz von Paul Ziemiak hat sich die Junge Union im letzten Jahr verjüngt und modernisiert. Der Verband ist multimedialer geworden, probiert neue Formate und Konzepte aus. Der Deutschlandtag zeichnete ein eindrucksvoller Bild davon. Eine bühnenfüllende Leinwand, eine animierte Theke, statt steifer Präsidiumsreihen, mehrere Panels und weitere innovative Elemente fielen vor allem den erfahreneren Mitgliedern auf.

Was sich nicht verändert hat, dass ist die Zahl der führenden deutschen Politiker, die den Deutschlandtag besuchen. Den Anfang machte am Freitag unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel. Dazu gesellten sich im Laufe des Wochenendes u.a. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, EU-Kommissar Günther Oettinger, Kanzleramtsminister Peter Altmaier, der Parlamentarische Staatssekretär Jens Spahn sowie die beiden Generalsekretäre von CDU und CSU, Peter Tauber und Andreas Scheuer.

Im Mittelpunkt der inhaltlichen Diskussionen stand klar die Flüchtlingskrise. Auch wenn die Junge Union geschlossen hinter unserer Bundeskanzlerin steht, so gab es doch zahlreiche kritische Fragen. Unser beschlossenes Papier, die Hamburger Erklärung, fordert u.a. eine Obergrenze für Flüchtlinge.

Die Junge Union zeichnet sich durch zwei Dinge aus: intensive Debatten und ordentliche Partys. So ging es sowohl am Freitagabend im CCH, wie auch am Sonnabend bis tief in die Nacht im Unileverhaus in der HafenCity. Für uns als Organisatoren bedeutete vor allem die Abendveranstaltung am Sonnabend Anspannung pur: reicht das Essen, haben wir ausreichend Getränke, stimmen Musik, Location etc.. So viele Dinge, auf die es ankommt, wenn über 1.000 Gäste fröhlich feiern sollen. Doch es hat wohl funktioniert. Manch ein Delegierter soll nach am frühen Morgen auf St. Pauli gesichtet worden sein.

Es ist schwer, ein ganz persönliches Highlight der Veranstaltung zu nennen. Die politischen Reden, die inhaltlichen Debatten, der Gottesdienst im Michel oder die Partys – alles hatte seinen Reiz. Beeindruckend fand ich jedoch noch eine ganz andere Sache: das unermüdliche Engagement von über 100 ehrenamtliche Helfern, Mitglieder unserer Jungen Union Hamburg, unterstützt von Freunden aus Schleswig-Holstein, sowie das Zusammenspiel mit den Mitarbeitern der Bundesgeschäftsstelle. Da kann man nur kräftig und von Herzen Danke sagen.

Für unsere Junge Union Hamburg wird dieser Deutschlandtag in besonderer Erinnerung bleiben. Erstmals seit 1973 war unser Verband wieder Gastgeber, ein durchaus historisches Ereignis unserer Verbandsgeschichte. Das gibt auch neue Motivation für die vor uns liegenden Aufgaben. Wir werden den Wachstumskurs der letzten Jahre fortschreiben und Stück für Stück unseren Beitrag dazu leisten, die CDU Hamburg wieder in die politische Verantwortung für unsere Stadt zu führen. Mitstreiter sind herzlich Willkommen. Eine einfache E-Mail genügt.

 

Foto: Mit unserem Bundesvorsitzenden Paul Ziemiak bei der Anmoderation im CCH (Rechte: Junge Union Deutschlands)

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