Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Hurra, Hamburg ist Exzellenzuniversitätsstadt! Ich gratuliere der Universität Hamburg zu ihrem neu erteilten Exzellenzstatus – er ist ein großartiger Erfolg und eine besondere Auszeichnung für die hervorragende wissenschaftliche Arbeit unserer größten Universität.

Kein Wohlstand ohne Wissenschaft

Bei der Frage, wie unser Wohlstand von morgen gesichert wird, kann der Wissenschaft keine zu große Bedeutung beigemessen werden. Der Hamburger Wirtschaftsrat hat dazu unlängst das wichtige Positionspapier „Wer Wirtschaftsmetropole bleiben will, muss Wissenschaftsmetropole werden“ veröffentlicht, an dem ich in meiner Funktion als wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion wie schon bei ähnlichen Projekten mitwirken konnte. Für das Projekt Wissenschaftsmetropole ist mit dem Exzellenzstatus ein wichtiger Grundstein gelegt, nachdem die Universität schon im letzten Jahr vier Exzellenzcluster einwerben konnte, die bestimmte Forschungsvorhaben gesondert finanzierten.

Was bedeutet der Exzellenzstatus?

Insgesamt sind 148 Millionen Euro in einem größtenteils vom Bund finanzierten Topf, aus denen die Exzellenzuniversitäten Deutschlands jährlich gefördert werden. Der Universität Hamburg stehen so neben dem Reputationsgewinn jährlich 10 bis 15 Millionen Euro zu, mit denen verschiedene Projekte gefördert werden können: Geplant sind derzeit elf zusätzliche Professuren mitsamt wissenschaftlichen Mitarbeitern sowie der verstärkte Austausch von Gastwissenschaftlern. Zudem sollen Forschungsprojekte besser und unbürokratischer finanziert werden.

Jetzt beginnt die Arbeit erst richtig

Viel zu lange hat sich die Politik unserer Stadt darauf beschränkt, die Entwicklung der Hafenmetropole Hamburg zu diskutieren und dabei die Wissenschaft außer Acht gelassen. Unter den CDU-geführten Senaten gab es im letzten Jahr erstmals einen Aufbruch in Richtung Wissenschaftsmetropole, der mit vier Exzellenz-Clustern und nun mit dem Titel Exzellenzuniversität in sichtbaren Erfolgen mündet. Die zusätzlichen Mittel der CDU-geführten Bundesregierung werden einen wichtigen Beitrag leisten, diesen Erfolgskurs fortzusetzen.

Ein hartes Stück Arbeit für die Universität wird sein, dass der Erfolg in der Exzellenzinitiative nicht nur der Forschung sondern auch der Lehre und somit den Studenten zugutekommt. Die ausbaufähige soziale Infrastruktur für Studenten, wie sie beispielsweise durch unzureichende Wohnheimsplätze immer deutlicher zu Tage tritt, lässt sich auf Dauer nicht mit einem exzellenten Gesamtpaket Universität Hamburg verbinden.

Hamburgs Dekade der Wissenschaft

Der rot-grüne Senat dagegen ist weiterhin viel zu träge: Es bleiben viele Baustellen in der Wissenschaftspolitik, die dringend auf Landesebene angegangen werden müssen. Gerade in den MINT-Fächern verspielt der Senat große Potentiale, die Zahl der Ausgründungen ist noch immer viel zu gering, die Vernetzung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft muss ausgebaut und der Sanierungsstau an den Gebäuden dringend behoben werden. Dazu wird die CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft nach der Sommerpause einen Antrag einreichen, die Globalhaushalte aller Hamburger Universitäten und Hochschulen über einen Zeitraum von 10 Jahren um 3,5% pro Jahr aufzustocken. Unser Anstoß für die Dekade der Wissenschaft. Hamburg braucht endlich einen Masterplan für die Wissenschaftsmetropole, dort entscheidet sich auch die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Hamburg. Nur so könnten wir Wissenschaft, Forschung und Lehre wirklich voran bringen.

Über Meinungen und Vorschläge dazu freue ich mich wie immer per Mail.

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