Let’s innovate! #DigitalAdvocy | #DigitalEconomy | #InternationalRelations

Business meets Politics – unter diesem Motto habe ich in dieser Legislaturperiode oft zum Austausch zwischen Wirtschaft und Politik eingeladen. Zu den Highlights gehörten Diskussionsrunden über Digitalisierung und Unternehmertum im Hamburger Rathaus mit Jens Spahn MdB oder mit dem Vorsitzenden des Bundesverbands Deutscher Startups e.V. Florian Nöll.

Zum Abschluss dieser Wahlperiode lud ich im Januar noch einmal ins WeWork Hanseforum zu einer besonderen Veranstaltung ein. Unter dem Motto „Female Founders Breakfast“ habe ich mich zur frühen Stunde mit unseren Gästen über das Thema Frauen und Gründen ausgetauscht. Mit Lilly Wittrock vom Hamburger Netzwerk-Startup Cheftreff, Dr. Akvile Ignotaite als Gründerin des Startups System Akvile und Christoph Haß von der Next-Level Startup-Initiative von PwC standen tolle Experten für die Frage Rede und Antwort, wie wir auch beim Thema Unternehmensgründung Frauen stärker fördern können.

Frauen gründen im Vergleich zu Männern weniger häufig

Diese Thematik beschäftigt mich und meine Kollegen aus der CDU-Bürgerschaftsfraktion schon länger. Im Rahmen des Hamburger G20-Gipfels 2017 wurde mit dem „Implementierungsplan Women20 Germany 2017“ festgehalten, dass zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen in der Gesellschaft das weibliche Unternehmertum gestärkt werden muss.

Das ist in ganz Deutschland, so auch Hamburg bitter nötig. 2016 ermittelte der Deutsche Startup Monitor, dass der Anteil weiblicher Gründer bundesweit lediglich 13,9% beträgt, in unserer Stadt waren es laut Hamburg Startup Monitor immerhin 15,8%. Das sind Zahlen, die keinen zufriedenstellen können, entsprechend habe ich mit meinen Kollegen einen Antrag in die Bürgerschaft eingebracht, um dieses Problem anzugehen.

Kaum Fortschritte in den letzten Jahren

Leider ging der rot-grüne Senat kaum auf unsere Forderung ein und begnügte sich damit, dass wir in Hamburg zumindest leicht über dem Bundesdurchschnitt lägen. Der letzte Startup-Monitor ermittelte deutschlandweit 15,7% weibliche Gründer, in Hamburg sind es immerhin knapp 19%. Mehr als 2/3 aller Startups werden von Männern alleine gegründet, lediglich in rund 30% aller Startups ist mindestens eine Frau im Team vertreten.

Die muntere Diskussion zwischen den Podiumsgästen und den über 40 Teilnehmern aus Startup-Szene, Wissenschaft und traditioneller Wirtschaft zeigte eindrucksvoll, dass dieses Thema geschlechterübergreifend auf Interesse stößt. Dabei ging es insbesondere um die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf von Existenzgründerinnen, die bisher noch wenigen weiblichen Vorbilder sowie teilweise schwierige Risikokapitalgewinnung für Frauen. Einig waren wir uns alle, dass schon früh in der Schule der Grundstein für die Begeisterung von IT-Berufen und Unternehmertum nicht nur bei Jungen sondern auch Mädchen gelegt werden muss. Und schließlich ist das Thema Netzwerk von entscheidender Bedeutung – sich über Erfahrungen austauschen und neue Ideen sammeln ist für Frauen wie Männer unerlässlich.

Für meine parlamentarische Arbeit gab sie wichtige Anstöße und mündete in einem Antrag im Parlament. Denn Rot-Grün hat dieses Thema jahrelang verschleppt, entsprechend war auch die Reaktion der Regierungsfraktionen auf meinen Antrag. In der letzten Bürgerschaftssitzung lehnten SPD und Grüne den Antrag jedoch ohne Debatte und Begründung ab.

Das ist bedauerlich, denn wer ein erfolgreicher Gründer ist, darüber bestimmt nicht das Geschlecht. Die CDU Hamburg wird sich auch in der nächsten Legislaturperiode dafür einsetzen, dass wir mit einer konsequenten Gründerförderung alle Hamburger einbeziehen.

 

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.