Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Hamburg und Dresden verbindet seit beinahe 26 Jahren mehr als nur die Elbe. Am 14. & 15. Dezember 1987 begründeten die beiden Städte ihre Partnerschaft. Damals trennte die Berliner Mauer noch Deutschland und Europa. Ein Vierteljahrhundert später bewegen wir uns frei durch ein wiedervereinigtes Deutschland, doch die Städtepartnerschaft zwischen Ost und West bleibt bestehen.

Im vergangenen Jahr war  eine Delegation junger Politiker  aus Dresden auf Einladung der Jungen Union Hamburg die Elbe nordwärts gereist – mit dabei auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). In diesem Jahr statteten wir unserer Partnerstadt den Gegenbesuch ab. Gemeinsam mit der Senioren Union Hamburg ging es am Freitag mit insgesamt 30 Teilnehmern gen Elbflorenz. Dort angekommen erwartete uns nicht nur eine herzliche Gastfreundschaft, sondern auch ein tolles und intensives Programm.

Ein Generationendialog zwischen Jung & Alt thematisierte am Sonnabend zahlreiche politische Fragestellungen. Dresdens Oberbürgermeisterin gab den Teilnehmern erste Impulse zur Diskussion, dann wurde in Kleingruppen eifrig gearbeitet, ein gemeinsames Papier wird folgen. Beim anschließenden Besuch im Sächsischen Landtag standen uns am Nachmittag die Abgeordneten Aline Fiedler, Martin Modschiedler und Patrick Schreiber zum Gespräch zur Verfügung. Im Restaurant des Landtags bekamen wir Gäste aus dem Norden einen umfassenden Einblick in die politische Arbeit im Freistaat Sachsen. Hier regiert die CDU seit der Wiedervereinigung ununterbrochen, die Ergebnisse können sich auf allen Ebenen sehen lassen.

Dresden ist nicht politisches Zentrum des Freistaats, sondern auch kulturell reich an zahlreichen Schätzen und historischen Gebäuden. Da gehört ein Stadtrundgang ebenso zum Pflichtprogramm wie eine anschließende Stadtrundfahrt. Als Außenstehende lauschten wir mit großem Unverständnis den Berichten zur Diskussion um die Aberkennung des Status als Weltkulturerbe aufgrund eines lange geplanten Brückenbaus. Nun steht die Brücke und alle Dresdner sind froh und dankbar darüber. Der Kultur hat das Projekt dabei keinen Abbruch getan.

Unsere Gastgeber um die Dresdner Stadträtin Anke Wagner und ihr Team der Jungen Union vor Ort scheuten keine Mühen, uns tagsüber wie am Abend Dresden von seinen schönsten Seiten zu zeigen. Auch der sächsische JU-Chef Alexander Dierks war eigens aus Chemnitz angereist und nahm an unserem Programm teil. Damit unterstützt auch der Landesverband der Jungen Union unsere Städtepartnerschaft – ein schönes Zeichen.

Am Sonntag besuchten wir gemeinsam die Stasi-Gedenkstätte an der Bautzner Straße. Nachdenklich stimmen die vielen Fotos und die Berichte von Zeitzeugen vor Ort. Umso beeindruckender scheint vor diesem Hintergrund der friedliche Umbruch am Vorabend der deutschen Wiedervereinigung. Für uns als junge Generation ist es ein Geschenk, heute, friedlich vereint in Ost und West, die Grausamkeiten des DDR-Regiemes nur noch aus Geschichtsbüchern und von den Zeitzeugen zu erfahren. Das geschehene Unrecht darf niemals in Vergessenheit geraten.

Viel haben wir erlebt, gemeinsam Freundschaften vertieft und unsere Städtepartnerschaft mit Leben gefüllt. Ich bin froh und dankbar, dass wir, jung & alt, auch 26 Jahre nach der Begründung der Zusammenarbeit von Hamburg und Dresden, 23 Jahre nach der Wiedervereinigung, an dieser Verbindung festhalten und sie weiterhin erhalten wollen. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch ebenso wie auf die nächste Reise. Die Elbe verbindet unsere Städte, die offizielle Partnerschaft institutionalisiert diesen Zusammenhalt, jung & alt leben dafür.

Den Bericht zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft aus dem Dezember 2012 gibt es hier.

Foto (v.l.) : Stadträtin Anke Wagner, Carsten Ovens und Oberbürgermeisterin Helma Orosz.