Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

In dieser Woche hat der Wirtschaftsrat sein neues Positionspapier „Wohlstand – Wertschöpfung – Wissensmetropole“ vorgestellt. In meiner Funktion als wissenschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion bin ich Mitverfasser. Außerdem verbindet mich meine langjährige Tätigkeit im Vorstand des jungen Wirtschaftsrats mit dieser Institution wirtschaftspolitischer Vernunft im Zeichen von Ludwig Erhards sozialer Marktwirtschaft.

Der Kern dieses Positionspapiers ist die Forderung nach einer zukunftssicheren Ausrichtung der Wirtschaft unserer Stadt. Der rot-grüne Senat verschläft eine infrastrukturelle Baustelle nach der Nächsten und setzt damit die traditionelle Hafenwirtschaft zunehmend unter Druck. Grundsätzlich verändern sich die Anforderungen an Unternehmen aber auch abseits dieser Probleme mit zunehmender Geschwindigkeit. Um die wirtschaftliche Stärke und den Wohlstand Hamburgs zu erhalten, fordern wir eine stärkere Fokussierung Hamburgs auf wissensintensive Industrien und Prozesse. Der Schlüssel dafür liegt in den Universitäten und Hochschulen unserer Hansestadt.

Unsere deckt die Defizite der deutschen Hochschullandschaft insgesamt und insbesondere der Hochschulen in Hamburg auf. Wir fordern für unsere Hochschulen eine tertiäre Bildungsinfrastruktur, die sogenannte „Third Mission“. Unter diesem Begriff der angelsächsischen Wissenschaftspolitik versteht man die Erweiterung der Rolle von Hochschulen. Sie gehören in die Mitte der Gesellschaft und müssen dort Verantwortung für die Sozialgemeinschaft übernehmen. Dazu gehört auch, dass Universitäten stärker als Unterstützer unternehmerischer Aktivitäten, insbesondere ihrer eigenen Akteure verstanden und genutzt werden sollen. Sie müssen den Nährboden bieten, auf dem sich innovationsgetriebene Unternehmen heraus bilden können. Das gilt selbstverständlich sowohl für Gründungen von Studenten, als auch von Ehemaligen und Professoren sowie für Kooperationen dieser Akteure mit außenstehenden Einrichtungen und Unternehmen.

Eine grundsätzliche Stärkung der Universitäten auf dem Gebiet „Entrepreneurship“ ist dafür unbedingt notwendig, ebenso wie ihre angemessene infrastrukturelle Ausstattung. Hochqualifizierte, potentielle Gründer können sich ihren Standort international meist frei aussuchen. Umso wichtiger ist es, dass unsere Universitäten und Hochschulen international wettbewerbsfähig sind. Aus der Wissenschaftsbehörde kommen dafür kaum Impulse, die Finanzbehörde bremst zudem. Bürgermeister Scholz ist aufgefordert, dieses Thema endlich zur Chefsache zu machen.

 

Das Positionspapier „Wohlstand – Wertschöpfung – Wissensmetropole“  steht auf der Internetseite des Wirtschaftsrates zum Download bereit: http://ogy.de/wissensmetropole-hh

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