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Als Venture Capital bezeichnet man externe Investitionen in ein zumeist junges Unternehmen. Da diese Unternehmen in der Regel noch nicht an der Börse notiert sind und wenig Sicherheiten bieten können, bekommen sie häufig keine herkömmlichen Kredite von Banken. Im Austausch für das Kapital bekommt der Investor in der Regel Firmenanteile. Diese Finanzierungsform schließt häufig die Lücke für innovative und kreative Gründer, die andernfalls nicht genug Mittel hätten um mit ihrer Idee überhaupt an den Markt zu kommen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass erst das Vorhandensein einer ausreichenden Menge von Venture Capital quasi der Nährboden für eine Startup-Szene bietet.

Um diese Entwicklung in Hamburg zu unterstützen beschloss die Hamburgische Bürgerschaft zu Beginn des Jahres 2016 die Gründung des Hamburger Innovations-Wachstumsfonds. Dieser Fonds soll junge Unternehmen in der Wachstumsphase unterstützen und dazu beitragen, Investoren mit jungen Gründern zusammenzubringen. Bis zu 10 Millionen Euro staatliches und bis zu 90 Millionen Euro privates Kapital sollen eingeworben werden. Eine begrüßenswerte Initiative, die jedoch bislang nicht umgesetzt wurde. Laut Senatsauskunft auf eine Schriftliche Kleine Anfrage befindet sich die Hamburgische Investitions- und Förderbank AöR (IFB) auch ein Dreiviertel Jahr später noch immer “in Gesprächen” zur Gründung des Fonds. Weiterhin fehlt ein Konzept, es gibt keine Partner und Investoren.

Daher ist es umso mehr zu begrüßen und positiv zu begleiten, wenn sich deutsche und internationale Venture Capital Fonds in Hamburg ansiedeln. So verkündete die Deutsche Telekom Ende 2014, die Investmentgesellschaft Deutsche Telekom Capital Partners zu gründen. Ein Innovationsfonds mit 500 Millionen Euro Volumen. Als Standort wählte das Unternehmen Hamburg aus. Bereits vor einigen Jahren gründete der Otto-Konzern eVenture Capital Partners mit Sitz in Hamburg und San Francisco und investierte seitdem einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Derzeit überlegt auch die Deutsche Bahn, einen eigenen Startup-Fonds aufzulegen. Der Sitz der Gesellschaft ist noch nicht bekannt. Der Senat sollte sich dafür einsetzen, diesen Fonds mit einem logischen Schwerpunkt auf Smart Logistics und Mobility in Hamburg anzusiedeln.

Um Hamburg als internationale Gründermetropole zu positionieren, müssen die Finanzierungsbedingungen für Innovationen verbessert und ausgebaut werden. Das stellte jüngst auch das HWWI in einer Studie fest. Die Ansiedlung von weiteren Venture Capital Fonds sollte daher zur zentralen Aufgabe des Senats werden. Hierzu habe ich mit der CDU-Bürgerschaftsfraktion einen Antrag ins Parlament eingebracht. Wir fordern, dass zukünftig behördenübergreifend die Kapazitäten gebündelt werden, um bei deutschen und internationalen Konzernen, Banken und Investmentgesellschaften für Hamburg als Standort für Venture Capital Fonds zu werben. Hamburg muss Venture Capital Metropole werden!

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