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Für einen guten Mobilitätsmix in Hamburg ist ein starker ÖPNV unerlässlich. Einen wichtigen Beitrag hierfür leistet die „ProfiCard“ des HVV, die Unternehmen ab 20 Mitarbeitern ein vergünstigtes Monatsabonnement ermöglicht. Das Konzept überzeugt gleich auf verschiedene Arten: Für Berufstätige ist es ein attraktiver Anreiz, den Arbeits- und Pendelweg mit dem öffentlichen Nahverkehr zu bestreiten, der HVV gewinnt so mehr Fahrgäste und bei vielen Unternehmen hat sich eine ProfiCard als attraktive Zusatzleistung bewährt, um Fachkräfte für Hamburg zu begeistern.

Nun ist es an der Zeit, das bewährte Konzept weiterzudenken. Die Mindestanzahl von 20 Mitarbeitern schließt kleine und viele mittelständische Unternehmen sowie Startups von der ProfiCard aus – dabei besteht die Hamburger Wirtschaft überwiegend aus eben diesen Unternehmen. Ohne diese Vergünstigung (mehrere Hundert Euro pro Jahr) reduziert sich für viele Berufstätige der Anreiz, tatsächlich den ÖNPV zu nutzen, Unternehmen entgeht zudem die interessante Möglichkeit, ihren Mitarbeitern vergünstigte Jobtickets als zusätzliche Leistung zu bieten. Und richtig beworben, kann eine neue ProfiCard auch eine wichtiges Signal für den Startup- und Gründerstandort Hamburg sein

Nachdem der Senat unsere vor vier Jahren unsere Initiative für eine Hamburger StartupCard abgelehnt hat, rollen wir als CDU dieses Thema nun neu auf. Berlin zeigt, wie es gehen kann. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bieten Unternehmen bereits die Möglichkeit, sich für die Mindestanzahl an Abnehmern zusammenzuschließen. Deshalb fordern wir in unserem Antrag, dass der Senat in Absprache mit den umliegenden Bundesländern eine ähnliche Lösung wie in Berlin findet oder alternativ die Mindestabnehmerzahl auf 10 Mitarbeiter zu reduzieren.

Die Handelskammer Hamburg begrüßt unsere Initiative und nennt sie im Hamburger Abendblatt unterstützenswert, ebenso positiv äußert sich der Hamburger Wirtschaftsrat. Eine ganze Reihe von Unternehmen hat sich nach der Berichterstattung in den Hamburger Medien in den letzten Tagen ebenfalls an uns gewandt und lobt unseren Ansatz als guten Beitrag zu einer modernen Wirtschafts- und Verkehrspolitik. Die Mobilitätswende unterstützen und zeitgleich den Wirtschafts- und Startup-Standort Hamburg fördern – was wir Ihrer Meinung darüber hinaus in diesem Bereich tun sollten, schreiben Sie mir gerne per Mail.

6 comments

  1. Reply

    Dennis H. 11. Februar 2020 at 14:42

    Lieber Herr Ovens,

    man hört leider garnichts mehr, ob die Mindestzahl nun auf 10 Mitarbeiter pro Unternehmen herab gesetzt wird.
    Können Sie bitte was zum aktuellen Stand sagen?
    Wie schätzen Sie die Chancen ein?

    Ich bin mir sicher, dass sehr viele Menschen in Hamburg dieses Thema verfolgen.

    Vielen Dank für die Wasserstandsmeldung

    Dennis H.

    • Reply

      Carsten Ovens 19. Februar 2020 at 12:11

      Lieber Herr Hoyah,

      haben Sie vielen Dank für Ihre Frage. Leider gibt es seit meinem letzten Antwortkommentar auf die Frage von Herrn Nieswandt ein wenig weiter unten noch keine Neuigkeiten – hier noch einmal der Vollständigkeit halber, was ich Herrn Nieswandt antwortete:

      Unser Antrag wurde nun endlich ein halbes Jahr später im Ausschuss behandelt, leider aber von SPD und Grünen nicht so angenommen. Auch wenn unsere Argumentation auf grundsätzliche Zustimmung traf, möchten die regierungstragenden Fraktionen nun von der Behörde prüfen lassen, wo die Mindestabnehmerzahl liegen sollte, und der Regierung dafür bis Mitte 2020 Zeit geben. Einerseits ist es erfreulich, dass unsere Argumente prinzipiell auf Gehör stießen – allerdings bedeutet dies auch, dass zumindest in dieser Legislaturperiode keine Änderung mehr zu erwarten ist. Eine solche Verzögerung ist nicht nur ärgerlich, sondern hätte auch leicht vermieden werden können. Unser Antrag wurde bereits im März 2019 eingebracht und eine entsprechende Prüfung der Behörde hätte längst stattfinden können.

      Die CDU-Bürgerschaftsfraktion bleibt hier weiter am Ball und wird auch in der neuen Legislaturperiode darauf dringen, dass dieses Vorhaben nicht weiter verzögert wird und ergebnisoffen – auch mit Hinblick auf die Möglichkeit von Zusammenschlüssen von Unternehmen für die ProfiCard – beraten wird. Für die Öffnung der ProfiCard werden wir auch im Bürgerschaftswahlkampf 2020 werben – diese und andere Positionen können Sie auch in dem Mobilitätskonzept der CDU-Bürgerschaftsfraktion finden.

      Beste Grüße
      Carsten Ovens

  2. Reply

    Martin Nieswandt 24. September 2019 at 14:41

    Moin, lieber Carsten Ovens,

    weil seit der Nachfrage des HVV Fahrers ja inzwischen weitere zwei Monate ins Land gegangen sind:
    Wie weit sind denn die Mühlen der Bürokratie zu dem wichtigen Antrag vorangekommen?
    Wann aus Ihrer jetzigen Sicht dürfen wir mit einem Ergebnis rechnen?

    Sonnige Nachmittagsgrüße nach Niendorf sendet
    Martin Nieswandt

    • Reply

      Carsten Ovens 30. Oktober 2019 at 11:58

      Lieber Herr Nieswandt,

      nachdem wir bereits bilateral per E-Mail korrespondiert hatten, kann ich Ihnen nun einen neuen Zwischenstand zur Ausweitung der HVV ProfiCard geben.

      Unser Antrag wurde nun endlich ein halbes Jahr später im Ausschuss behandelt, leider aber von SPD und Grünen nicht so angenommen. Auch wenn unsere Argumentation auf grundsätzliche Zustimmung traf, möchten die regierungstragenden Fraktionen nun von der Behörde prüfen lassen, wo die Mindestabnehmerzahl liegen sollte, und der Regierung dafür bis Mitte 2020 Zeit geben. Einerseits ist es erfreulich, dass unsere Argumente prinzipiell auf Gehör stießen – allerdings bedeutet dies auch, dass zumindest in dieser Legislaturperiode keine Änderung mehr zu erwarten ist. Eine solche Verzögerung ist nicht nur ärgerlich, sondern hätte auch leicht vermieden werden können. Unser Antrag wurde bereits im März 2019 eingebracht und eine entsprechende Prüfung der Behörde hätte längst stattfinden können.

      Die CDU-Bürgerschaftsfraktion bleibt hier weiter am Ball und wird auch in der neuen Legislaturperiode darauf dringen, dass dieses Vorhaben nicht weiter verzögert wird und ergebnisoffen – auch mit Hinblick auf die Möglichkeit von Zusammenschlüssen von Unternehmen für die ProfiCard – beraten wird. Für die Öffnung der ProfiCard werden wir auch im Bürgerschaftswahlkampf 2020 werben – diese und andere Positionen können Sie auch in dem Mobilitätskonzept der CDU-Bürgerschaftsfraktion finden.

      Beste Grüße
      Carsten Ovens

  3. Reply

    HVV Fahrer 19. Juli 2019 at 08:22

    Hallo,
    gibt es hier schon ein Ergebnis?
    viele Grüße
    ein HVV Fahrer

    • Reply

      Carsten Ovens 28. Juli 2019 at 13:54

      Lieber HVV Fahrer,

      vielen Dank für Ihre Nachfrage.

      Unser Antrag wurde in einer Bürgerschaftssitzung im April behandelt und ist auf positives Echo gestoßen. Für eine weitere Beratung wurde er in den Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Medien sowie mitberatend an den Verkehrsausschuss überwiesen. Dort wurde er leider bislang noch nicht behandelt – dass es hier mal wieder länger dauert, ärgert auch mich. Bei Neuigkeiten informiere ich wie gewohnt hier im Blog.

      Viele Grüße
      Carsten Ovens

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