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Deutschland und Israel begehen in diesem Jahr das 50. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen. Und so war es der Jungen Union eine Herzensangelegenheit, Partner und Freunde in Israel zu besuchen. Geleitet von unserem Bundesvorsitzenden Paul Ziemiak flog ich mit weiteren Repräsentanten unseres Verbandes Ende Juli für einige Tage ins Heilige Land.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Beziehung beider Länder positiv entwickelt. Spricht man heute mit jungen Israelis, so blickt man in strahlende Gesichter, wenn man erzählt, dass man aus Deutschland kommt. Berlin ist eine der beliebtesten Städte – für Israels junge Generation das neue New York. Zu Beginn der bilateralen Beziehungen wäre dies kaum vorstellbar gewesen. So ist die Partnerschaft begründet auf der Geschichte, aber heute geprägt von gemeinsamen Werten und gesellschaftlichen Vorstellungen, die Deutsche und Israelis teilen. Verbunden in Freundschaft – dies zeigte sich immer wieder bei unseren Gesprächen mit Regierungsvertretern und Unternehmern, die wir im Rahmen unserer Reise getroffen haben. Offene Diskussionen, ehrliche Meinungen, wie es unter Freunden sein soll.

Die ersten Dialoge behandelten hauptsächlich sicherheitspolitische Fragen. So brachte beispielsweise die stellvertretende Außenministerin Tzipi Hotovely mit deutlichen Worten zur Sprache, wie groß die Sorge in Israel hinsichtlich des Iran-Abkommens ist. Unsere Gesprächspartner machten dabei stets deutlich, wie hoch geschätzt die Unterstützung Deutschlands ist, aber eben auch, wie groß die Erwartungen an uns sind.

Neben politischen Gesprächen in Jerusalem bekamen wir einige Gelegenheiten, das Land selbst kennenzulernen. So besuchten wir den Kibbuz Nahal Oz, der sich in unmittelbarar Nachbarschaft zum Gaza-Streifen befindet. Und wir diskutierten mit dem aus Deutschland stammenden Major Arye Sharuz Shalicar, Sprecher der israelischen Armee, auf den Golanhöhen an der syrischen Grenze über die bedrohliche Situation. Besonders bedrückend war dabei, den Bürgerkrieg in Syrien direkt hören zu können. Während unseres Gesprächs fielen Schüsse im nahegelegenen syrischen Dorf.

Israel gilt heute als Startup-Nation. High-Tech-Unternehmen entstehen überall und erobern die Weltmärkte. Inspirierend waren unsere Gespräche mit ReWalk und Mobileye. Das erste Unternehmen hat eine Gehhilfe entwickelt, mit der viele auf den Rollstuhl angewiesene Personen wieder laufen können. Das zweite Unternehmen will Google und Apple mit einer Technologie für selbstständig fahrende Autos Konkurrenz machen.

Die besonderen sicherheitspolitischen Herausforderungen sind ein wesentlicher Grund, warum es so viele innovative Unternehmen in Israel gibt. Das Land mit seinen sieben Millionen Einwohnern ist stets darauf angewiesen, neue Lösungen in kürzester Zeit zu finden. Dies prägt das Militär und damit auch die gesamte Gesellschaft. Im Gespräch mit jungen Gründern in Tel Aviv wurde dieser unternehmerische Geist immer wieder deutlich. Davon kann sich Deutschland durchaus inspirieren lassen.

Die Gastfreundschaft der Israelis sowie die beeindruckende Schönheit des Landes machen jede Reise nach Israel zu etwas Besonderem. In nachdenklicher Erinnerung bleiben wird jedem Besucher auch die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Hier legte Paul Ziemiak im Namen der Jungen Union Deutschlands einen Kranz nieder.

Auf andere Weise beeindruckte uns die große Anteilnahme unserer Gesprächspartner am plötzlichen Tod unseres langjährigen Bundesvorsitzenden Philipp Mißfelder. Als außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat er sich immer wieder für die Sicherheit Israels eingesetzt. In Erinnerung an sein Wirken will die Junge Union Deutschlands einen Philipp-Mißfelder-Wald mit 5.000 Bäumen in der nördlichen Negev-Wüste verwirklichen. Der Wald wird Bestandteil eines großen Aufforstungsprojekts sein. Die Initiative läuft in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Nationalfonds.

Für die Junge Union und die CDU wird die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel immer einen besonderen Stellenwert haben. Persönlich werde ich dazu als Landesvorsitzender der Jungen Union gerne meinen eigenen Beitrag leisten.

Weitere Informationen zum Philipp-Mißfelder-Wald finden sich hier.

 

 

Dieser Beitrag ist als rückblickender Gastbeitrag in der November-Ausgabe des Mitgliedermagazins der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg erschienen.  

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