Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Am letzten Sonnabend war es soweit: Nach Weihnachts- und Silvesterpause ging die politische Arbeit wieder los. Auch in diesem Jahr warten viele Projekte darauf, angepackt und weiter voran gebracht zu werden – zu Beginn stand ein Tag im Wahlkreis auf dem Programm.

Am Vormittag hatte ich zum Neujahrsschnack ins Niendorfer Tibarg Center geladen (siehe Foto). Gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Rüdiger Burg begrüßten wir als Gastreferenten Reder Wullenweber vom BID Tibarg. Der Business Improvement District (BID) am Tibarg ist der erste BID im Bezirk Eimsbüttel. Grundstückseigentümer und Geschäftsleute haben sich hier zusammengetan, um auf eigene Initiative und ohne Steuergelder die Fußgängerzone aufzuwerten und attraktiver für alle Besucher zu gestalten. Bislang ein voller Erfolg und ein bemerkenswertes Engagement. Die Idee des BID stammt aus den USA und war vom damaligen CDU-Senat zum 1. Januar 2005 in Hamburg eingeführt worden – erstmals in Deutschland.

Unser Referent berichtete den anwesenden Gästen von aktuellen Entwicklungen und offenen Ideen. So wünschen sich die Gewerbetreibenden unter anderem die Installation einer StadtRAD-Station als zusätzlichen Anziehungspunkt im südlichen Bereich der Fußgängerzone. Gemeinsam mit der CDU-Fraktion in der Bezirksversammlung habe ich das Thema gleich aufgenommen. Ein entsprechender Antrag wird Ende Januar in der Bezirksversammlung auf der Tagesordnung stehen. Weitere Themen werden folgen – die Ideenliste der BID-Initiative ist lang und als CDU unterstützen wir das Engagement vor Ort sehr gern.

Im Anschluss stand ein Gespräch mit den Eimsbütteler Nachrichten im Kalender. Das Online-Newsportal bringt seit letztem Jahr regelmäßig Neuigkeiten aus dem Stadtteil und darüber hinaus. Eine gute Gelegenheit, um sich über weitere Themen auszutauschen. Immerhin entwickelt sich das Projekt sehr erfolgreich und bekommt viel Feedback von seinen Lesern, welche Themen in den Quartieren brennen. Ob die zunehmende Vermüllung in den Stadtteilen oder die Frage von Wohnungsbau und Verkehrsentwicklung – viele Punkte, die wir im Jahresverlauf auch in der Bezirksversammlung diskutieren werden.

Zur Mittagszeit ging es weiter nach Lokstedt. Ein Treffen mit der Initiative Feldhoopstücken diente dem Austausch über die weitere Entwicklung der bislang unbebauten Grünfläche in der gleichnamigen Straße. Nachdem im Herbst letzten Jahres fünf alte Weiden auf dem Grundstück gefällt worden waren, hatte das Bezirksamt Eimsbüttel auf meine kleine Anfrage zur Kenntnis gegeben, dass die Bäume zwar morsch gewesen seien, aber die Fläche als Potentialfläche im Wohnungsbauprogramm des SPD-Senatas gekennzeichnet ist und weiterhin Bestrebungen bestehen, die Fläche zu bebauen. Dabei ist es Beschlusslage der Bezirksversammlung, die Fläche bis auf Weiteres nicht zu bebauen. Gemeinsam mit der CDU-Fraktion nehme ich die Sorgen der Quartiersbewohner sehr ernst und werde alle Möglichkeiten prüfen. Trotz des notwendigen Wohnungsbaus darf nicht jede verbliebene Grünfläche überplant und bebaut werden.

Lokstedt ist in den letzten Jahren dennoch stark gewachsen und wird dies auch weiterhin tun. Dennoch fehlt es den bald 30.000 Bewohnern an einem Stadtteilzentrum und guten Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Deshalb hat sich im vergangenen Jahr die Bürgerinitiative “Ein Zentrum für Lokstedt” gegründet. Gefordert wird ein neues Stadtteilzentrum am Behrmannplatz, dem heutigen Standort von THW und Rotem Kreuz. Gemeinsam mit Rüdiger Kruse MdB hatte ich mich bereits im Herbst 2013 für ein solches Zentrum stark gemacht. Beide Hilfsorganisationen hatten in der Vergangenheit Pläne geäußert, den Behrmannplatz verlassen zu wollen. Zuletzt waren die Gespräche zwischen SPD-Senat, Bezirksamt und den beiden Organisationen jedoch gescheitert. Gemeinsam mit der CDU-Fraktion unterstütze ich deshalb die Bürgerinitiative. Das weitere Vorgehen war somit Hauptthema meines Gesprächs mit dem Stadtteilblog Lokstedt Online, der letzte Wahlkreistermin des Tages.

Es wird ein arbeitsreiches Jahr in der Eimsbütteler Kommunalpolitik. Das Thema Verkehr bewegt quasi alle Stadtteile, insbesondere Ausbau und Deckelung der A7 werden starke Auswirkungen auf den Bezirk haben. Gemeinsam mit der CDU setzte ich mich für ein ganzheitliches Verkehrskonzept und ein durchdachtes Management der anstehenden Maßnahmen ein. Wohnungsbau und Entwicklung der Stadtteilzentren markieren ein zweites Hauptthema. Schließlich soll es nun auch mit dem Aus- und Umbau der Universität Hamburg losgehen. Eine Chance für Hochschule und Bezirk.

Ich freue mich auf die anstehende Arbeit. Haben auch Sie ein Thema, um dass wir uns kümmern sollten? Dann schicken Sie mir gerne eine E-Mail oder kommen Sie bei einem der nächsten Termine einfach auf mich zu.