Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Die Anzahl der Insolvenzanträge in Hamburg ist gegen den bundesdeutschen Trend 2013 mit 29,9% stark angestiegen. Vor allem überdurchschnittlich viele junge Unternehmen waren im letzten Jahr von einer Insolvenz betroffen. Die Entwicklung zeigt daher leider deutlich, dass es Gründern in Hamburg momentan auch an politischer Unterstützung fehlt.

Hamburg braucht junge Unternehmer, kreative, gut ausgebildete Arbeitnehmer und neue Ideen. Nur so kann sich unsere Stadt im Wettbewerb der Regionen als zukunftsfähige Metropole weiterentwickeln. Die gestiegene Anzahl der Insolvenzen geht daher nicht nur die betroffenen Mitarbeiter und Unternehmer sondern ganz Hamburg etwas an. Der aktuelle Negativ-Trend der Insolvenzen darf sich nicht verstetigen.

Vor diesem Hintergrund muss der Ausbau der Gründerzentren und Technologieparks in Hamburg beschleunigt werden. Um kluge Köpfe und junge Unternehmer nach Hamburg zu holen, muss der SPD-Senat das Tempo endlich wie versprochen anziehen. Gemeinsam mit der CDU-Bezirksfraktion habe ich bereits 2010 ein Existenzgründerhaus für Eimsbüttel beantragt. Die Bezirksversammlung beschloss unseren Antrag. Umgesetzt hat ihn der SPD-Senat, bzw. das SPD-geführte Bezirksamt Eimsbüttel jedoch bis heute nicht. Diesem Thema gehe ich aktuell mit einer kleinen Anfrage an die Verwaltung auf den Grund.

Weiterhin bedarf es eines Gesamtkonzepts für die Clusterpolitik in Hamburg. Neben der Technologie- und Kreativwirtschaft muss Hamburg auch weiterhin seine Systemkompetenz als Industiestandort gerade in den Bereichen Maritimes & Luftfahrt verteidigen. Die ebenfalls angestiegenen Insolvenzen von Schifffahrtsunternehmen zeigen hier eindeutig in die falsche Richtung.

Der SPD-Senat ist aufgefordert, die aktuelle Situation zu erläutern und gemeinsam mit den SPD-geführten Bezirksämtern endlich Maßnahmen in Angriff zu nehmen, um eine positive Entwicklung einzuleiten.