Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Grelckstraße und Siemersplatz bilden das Stadtteilzentrum von Lokstedt. Hier herrschte über viele Jahre reges Treiben. Geschäfte boten reichhaltige Auswahl, Restaurants und Cafés luden zum Schlemmen und Verweilen. Seit einigen Jahren befindet sich das historische Zentrum jedoch im Abwärtstrend. Der Siemersplatz ist zur Durchgangskreuzung für den Verkehr in die Stadt und wieder heraus sowie zum Zubringer zur A7 verkommen. Da kommt wenig Lebensfreude auf. Die Grelckstraße verlor einige Traditionsgeschäfte. Schneller Durchgangsverkehr nimmt der Einkaufsstraße zusätzlich Flair und Lebensqualität.

Mehr als 20.000 Euro investierte zuletzt das Bezirksamt Eimsbüttel auf Beschluss der Bezirksversammlung zur Attraktivitätssteigerung der Grelckstraße. Das Ergebnis ist ernüchtern: Anwohner und Geschäftsleute stellen keine spürbaren Verbesserungen fest, wie auch das Niendorfer Wochenblatt in der aktuellen Ausgabe berichtet. Es fehlt beispielsweise eine Drogerie, lediglich der Wochenmarkt wird gelobt. Noch schlimmer ist es am Siemersplatz: die von der Bezirksversammlung vor drei Jahren bewilligten Mittel (175.000€) wurden bislang überhaupt nicht angefasst. Der Verwaltung fehlt das Personal.

Es ist ernüchternd, dass unser Lokstedter Zentrum im Vergleich zu anderen Stadtteilen über die Jahre so wenig Aufmerksamkeit der Bezirkspolitik bekommen hat und die bislang getätigten Maßnahmen keine spürbaren Veränderungen gebracht haben. Nun soll der Siemersplatz durch das sogenannte Busbeschleunigungsprogramm des SPD-Senats zwischen April und Oktober umfangreich umgebaut werden. Nach der mehrmonatigen Baustelle sollen dann weitere Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung folgen, so schreibt es zuletzt das Bezirksamt Eimsbüttel. Eine Abstimmung mit der Fachbehörde scheint derzeit nicht stattzufinden.

Mit einer Reihe von Anfragen habe ich das Thema gemeinsam mit der CDU-Fraktion wieder aufgenommen. Dabei geht es insgesamt um Potentiale & Perspektiven für unseren Stadtteil. Bislang äußert sich das Bezirksamt eher wortkarg auf die Anfragen. Am 16. und 26. März lade ich zu zwei öffentlichen Diskussionsveranstaltungen. Ideen und Meinungen der Lokstedter Bürger vor Ort sind gefragt. Details finden Sie unter Termine. Kommen Sie vorbei.

Im Weiteren sollen aus den Ideen neue parlamentarische Initiativen werden. Lokstedt hat Potential und eine bessere Perspektive verdient, als lediglich ein tristes Dasein als vollgebauter Wohnstadtteil zu fristen und als Wegstrecke für den Durchgangsverkehr zu dienen.

Foto (eigene Aufnahme): Tristesse am Behrmannplatz in Lokstedt – Potential für ein neues Stadtteilzentrum?!