Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Am vergangenen Dienstag wurde dem Universitätsausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel das Mobilitätskonzept für die Universität Hamburg vorgestellt. Deutlich wurde dabei, dass eine von der Bezirksversammlung überparteilich gewünschte Verlegung der Metrobuslinie 4 in die Bundesstraße abgelehnt wird. Allerdings sind nach den nun vorliegenden Erkenntnissen auch die hohen Investitionskosten in das Busbeschleunigungsprogramm zwischen Dammtor und Schlump in Frage zu stellen.

Wie dem Universitätsausschuss sowie dem hinzugeladenen Verkehrsausschuss mitgeteilt wurde, bestehen derzeit Überlegungen, zwei zusätzliche Haltestellen für die Metrobuslinie 4 im Grindelviertel sowie am Haupteingang zum Geomatikum einzurichten. Die Haltestellen machen vom Bedarf her durchaus Sinn. Dabei kann derzeit jedoch weder explizit gesagt werden, wie viel Zeit überhaupt durch das kostenintensive Busbeschleunigungsprogramm auf der Strecke Dammtor-Schlump eingespart werden kann, noch kann genau belegt werden, wie hoch der Zeitverlust auf der Strecke durch die Einrichtung von zwei zusätzlichen Haltestellen wäre.

Dies lässt die Frage offen, ob hier das Busbeschleunigungsprogramm womöglich ad absurdum geführt wird und mehrere Millionen Euro an Steuergeldern völlig unnötig verpuffen. Die anwesenden Abgeordneten beschlossen daraufhin, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die sich dem Thema näher widmen soll. Eine Verschwendung von Steuergeldern für ein unsinniges Busbeschleunigungsprogramm gilt es auf jeden Fall zu stoppen!

Gleichzeitig wurde dem Uni-Ausschuss wie dem Verkehrsausschuss in der gemeinsamen Sitzung mitgeteilt, dass eine Verlegung der Metrobuslinie 4 in die Bundesstraße, wie vor einigen Jahren auf CDU-Initiative von der Bezirksversammlung gefordert, aufgrund der neuen Planungen für die Bundesstraße als verkehrsberuhigte Straße (Tempo 30) als nicht sinnvoll abgewiesen wurde. Die Abdeckung des in den nächsten Jahren durch den Uni-Ausbau in Eimsbüttel stark expandierenden MIN-Campus wird durch die bestehende Route des 4ers als ausreichend gut bewertet.

Leider weder technisch noch finanziell im Rahmen des Mobilitätskonzepts betrachtet wurde die mögliche Einrichtung einer U-Bahnhaltestelle Johnsallee. Seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten kommt diese Idee immer wieder auf. Vor dem Hintergrund der steigenden Nutzungszahlen im Allgemeinen und der Uni-Erweiterung am Standort im Speziellen sollte dringend eine erneute Prüfung vorgenommen werden. Gemeinsam mit der CDU-Fraktion werde ich mich dafür einsetzen.

Hier finden Sie die Präsentation Mobilitätskonzept für die Uni Hamburg aus der Ausschusssitzung vom 8. Mai 2012.