Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

„Die big five der deutschen Großstädte werden leider von der SPD regiert. Scheinbar trifft die CDU nicht mehr das Lebensgefühl vieler Menschen in den Metropolen. Da müssen wir uns als Junge Union Gedanken machen, um die CDU wieder attraktiver zu machen.” Zu diesem Schluss kam ich mit Nikolas Löbel, Landesvorsitzender der Jungen Union in Baden-Württemberg, weshalb wir unsere Landesvorstände zu einer gemeinsamen Klausurtagung einluden.

Gerade das Thema Integration spielt für große Städte mit Menschen aus vielen Nationen eine bedeutende Rolle. Manche Schulklassen haben eine Migrantenquote von beinahe 90 %. Das macht Integration im Schulalltag schwer. Da müssen wir ran. Denn wir brauchen alle jungen Menschen, die in diesem Land aufgewachsen sind und hier auch ihre Zukunft gestalten wollen.

Gemeinsam tagten die JU Landesverbände aus Hamburg und Baden-Württemberg in Stuttgart, um sich der Herausforderung einer modernen CDU-Politik für große Städte zu stellen. Mit zwei Kleinbussen waren die Mitglieder unseres Hamburger Landesvorstands für ein Wochenende einmal quer durch Deutschland gefahren, um in der Schwabenmetropole die freundschaftlichen Beziehungen unserer Landesverbände zu vertiefen und gemeinsam an inhaltlichen Positionen zu arbeiten.

Einer der Referenten im Rahmen der Tagung war der CDU-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart Sebastian Turner. Er will das Thema Integration als Schlüssel zum Erfolg von morgen in Stuttgart zur Leitlinie seiner Politik machen. In Stuttgart haben mehr als 60 % aller Schüler einen Migrationshintergrund. Das lässt sich nicht ignorieren, da muss Politik antworten finden.

Neben der Frage der Integration, der Verabschiedung eines umfangreichen Thesenpapiers zum Thema „Moderne CDU-Politik für große Städte“ standen auch nachhaltige Mobilität und die Bedeutung von Infrastrukturprojekten am Beispiel von Stuttgart 21 auf der Tagesordnung. Der Präsident des Regionalverbandes Stuttgart Thomas Bopp stand uns Rede und Antwort und erläuterte die Bedeutung von verstärkter regionaler Zusammenarbeit im europäischen Wettbewerb. Ländlicher Raum und große Städte schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern können vielmehr voneinander profitieren. Der Wettbewerb der Regionen muss zu einem Mehr an Miteinander an Aufgabenteilung und Zuweisung zwischen den Gemeinden führen. Da ist die regionale Aufstellung in Sachen Öffentlicher Personennahverkehr ein gelungenes Beispiel für gemeindeübergreifende Zusammenarbeit. Das ist Politik der Zukunft.

Die Sitzung klang aus mit einem gemeinsamen Besuch des Stuttgarter Frühlingsfests. Ein wenig lokale Kultur muss sein. Wir Hamburger freuen uns auf den Gegenbesuch unserer Freunde aus dem Süden.