Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Das unter dem letzten CDU-geführten Senat initiierte und 2009 in Betrieb genommene StadtRAD-System ist eine Erfolgsgeschichte für Hamburg und wird von Bürgern wie Touristen gleichermaßen geschätzt. Die roten Fahrräder sind aus dem Stadtbild Hamburgs kaum mehr wegzudenken und die Erneuerung der Räderflotte Anfang dieses Jahres hat das Angebot noch einmal komfortabler und zuverlässig gemacht.

Warum ist ein Ausbau notwendig?

In den kommenden Jahren soll das beliebte System folgerichtig noch weiter ausgebaut werden. Das ist auch dringend nötig, da man in der Innenstadt zwar bereits ein breites Angebot an Leihstationen hat, das für Stadtteile wie Niendorf, Lokstedt und Schnelsen aber so nicht gilt: Während Niendorf beispielsweise nur über zwei Stationen verfügt, ist Schnelsen bis jetzt noch gar nicht an das System angeschlossen. Die nun für dieses Jahr angekündigten 25 neuen Stationen und die bis 2022 jährlich 40 neuen Standorte müssen daher nicht nur das Zentrum Hamburgs sondern auch den Stadtrand abdecken.

Welche Stationen sind in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen geplant?

Bisher gibt es in Lokstedt insgesamt fünf Stationen: An der Troplowitzstraße, bei Hagenbecks Tierpark,  am Siemersplatz, im Grandweg und der Emil-Andresenstraße kann man sich die roten Räder ausleihen. In Niendorf ist dies nur am Tibarg und in Niendorf-Nord möglich, in Schnelsen bisher noch gar nicht.

Fest steht, dass in Niendorf die beiden U-Bahnhöfe Joachim-Mähl-Straße und Schippelsweg mit einer eigenen StadtRAD-Station ausgestattet werden sollen. Ernüchternd hierbei: Wie aus meiner Anfrage hervorgeht, rechnet der Senat frühestens 2021 mit einer Inbetriebnahme. Darüber hinaus sind noch keine weiteren Stationen in den drei Stadtteilen fest geplant, es werden lediglich Standorte geprüft. Völlig unverständlich ist hier, warum erst ab 2020 konkrete Flächen gesucht werden sollen. Denn das Online-Beteiligungsverfahren für die Findung neuer Stationen sowie meine Umfrage Stadtteil.Meinung. haben gezeigt, wie groß gerade in Schnelsen das Interesse am StadtRad ist.

Als potenzielle Stationen werden nun die AKN-Stationen Burgwedel/Roman-Zeller-Platz und Schnelsen, die Ecke Frohmestraße/Wählingsallee sowie die Ecke Frohmestraße/Oldesloer Straße geprüft. In Lokstedt wird über die Standorte Vogt-Kölln-Straße/Informatikum, U-Hagendeel und U-Lutterothstraße nachgedacht, in Niendorf zusätzlich über den Standort Wendlohstraße/Quedlinburger Weg. Ob jedoch im Umfeld geeignete Flächen gefunden werden können, bleibt ungewiss und eine Umsetzung noch in diesem Jahr ist ausgeschlossen.

Der Ausbau geht zu schleppend voran

Trotz der großen Ausbaupläne bleibt Schnelsen weiter abgehängt vom StadtRAD-System, die Erweiterungen in Niendorf und Lokstedt gehen ebenfalls nur langsam voran. Ich bleibe gemeinsam mit der CDU vor Ort weiter am Ball, denn unser Einsatz bei diesem Thema hat sich in den vergangenen Jahren ausgezahlt. Wünschenswert wäre es, wenn Rot-Grün nun auch selbst beherzt anpacken würde und sich der Ausbau des Fahrradverkehrs in Hamburg nicht auf wenige und unsinnige Velorouten und teure PR-Kampagnen beschränken würde. Wir als CDU haben in unserem Mobilitätskonzept beschlossen, dass in der kommenden Wahlperiode unabhängig vom Stadtteil an jeder Schnellbahnhaltestelle, jeder Busumsteigeanlage sowie in jedem Stadtteilzentrum eine StadtRAD-Station errichtet werden soll, um für wirklich alle Hamburger das Fahrradfahren in unserer Stadt attraktiv zu machen. Ideen – ob zum Fahrrad, StadtRAD oder zur Mobilität im Allgemeinen – schreiben Sie mir wie immer gerne per Mail.

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