Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Fünf weiterführende Schulen gibt es in Lokstedt, Niendorf und Schnelsen. Derzeit ist auf den Pausenhöfen Ruhe eingekehrt, die Sommerferien lassen grüßen. Doch Mitte August geht es wieder los, auch für eine neue Generation in den 5. Klassen. Jede Schule in unseren Stadtteilen bietet dabei ein besonderes, thematisches Spektrum und ein eigenes Leitbild. Als Wahlkreisabgeordneter ist bin ich mit den Schulen regelmäßig im Austausch und informiere mich über die aktuellen Entwicklungen. Dieser Artikel bietet eine kleine Übersicht.

Das Corvey Gymnasium feierte vor wenigen Wochen seinen 50. Geburtstag. In Lokstedt gelegen hat es das UKE als Kooperationspartner und legt somit einen Fokus auf die Gesundheit. In der Oberstufe besteht beispielsweise die Möglichkeit das Profil Gesundheit und Natur (Kernfach Biologie) zu wählen. Gleichzeitig ist das Gymnasium als Theaterschule bekannt. Doch auch die Politik spielt hier eine große Rolle. Jedes Jahr werden hier die Lokstedter Gespräche organisiert. Seit 2012 nehme ich am jährlichen Austausch in der Aula teil, und diskutiere mit den Schülern sowie anderen Politikern über aktuelle Themen, wie zuletzt zur Bundestagswahl 2017. Die verschiedenen Schwerpunkte sind unter dem Schulmotto “demokratisch.gesund.kreativ.” gebündelt. Passend zum Jubiläum findet sich aktuell im Niendorfer Wochenblatt ein Bericht, wie sich die Schüler das Corvey Gymnasium in 50 Jahren vorstellen – spannende Perspektiven.

Das Gymnasium Ohmoor wirbt damit, “offen, aktiv und fair miteinander zu leben, zu lernen und zu lehren”. Bekannt ist die Schule nicht nur für den bilingualen Unterricht, sondern auch für die Förderung im Bereich Wirtschaft. In der 9. Klasse besteht beispielsweise die Möglichkeit eine Schulfirma zu gründen. Die Schüler werden zudem von Schulcoaches aus dem Oberstufen-Profil “Verantwortliches Handeln” unterstützt. Doch auch für kreative Köpfe ist das Gymnasium Ohmoor eine gute Wahl, denn seit 2011/12 ist es Tandemschule des Thalia Theaters.

Jede Schule hat ihre eigenen innovativen Projekte. Am Gymnasium Bondenwald in Niendorf wird dazu ab Sommer 2018 sogar ein Neubau entwickelt: Die klassische Aufteilung von Klassenräumen soll aufgelöst werden. Stattdessen plant man Lernlandschaften, bei denen die Schüler individuell und selbstständig mit eigenen Interessen und Fähigkeiten lernen können. So soll die Persönlichkeitsentwicklung in der sozialen Gemeinschaft mit den Werten der Aufrichtigkeit, Toleranz und Gerechtigkeit gewährleistet werden. Beeindruckt hat mich das Projekt “Bondenwald News“, eine Zeitung, erstellt von den Schülern der 8. Klasse. Dabei überzeugt das Gymnasium auch mit einem Fokus auf musikalische Bildung, Naturwissenschaften (z.B. Kooperationen mit DESY und der TUHH) sowie einer starken internationalen Vernetzung.

Neben den drei Gymnasien gibt es in unserem Wahlkreis auch zwei profilierte Stadtteilschulen. Die Julius-Leber-Schule feierte im letzten Juni bereits ihr 40. Jubiläum und ist damit eine feste Institution in Schnelsen. Hier gilt das Motto “Wir unterrichten Schüler, nicht Fächer.” Individualität wird groß geschrieben. Zwischen 50-60% der Kinder verlassen die Schule mit dem Abitur (13 Jahre), zwischen 10-20% qualifizieren sich hier mit dem Ersten Schulabschluss (ESA) für einen weiteren beruflichen Bildungsweg. Ausgezeichnet wurde die Julius-Leber-Schule u.a. im vergangenen Jahr mit einem Preis für die nachhaltige Verbesserung der Schulumwelt.

Die Stadtteilschule Niendorf erstreckt sich über gleich zwei Standorte. An der Paul-Sorge-Straße entsteht aktuell ein Neubau, der später 700 Schülern Platz geben soll. Die Oberstufe befindet sich neben dem Gymnasium Ohmoor im Sachsenweg. Der Schule geht es um Vielfalt, denn Vielfalt ist Reichtum. So wird dort gemeinsam, erfolgreich gelernt. Frei nach dem Motto “jeder Schüler kann etwas und will lernen”. Das Lernen wird mit einer modernen Schulbibliothek mit Multimediaausstattung vereinfacht. Außerdem ist die Stadtteilschule Niendorf Umweltschule Europas und Klimaschule. Seit Ende letzten Jahres bin ich übrigens mit engagierten Schülern der Oberstufe im Gespräch, um eine Neugestaltung der Skate-Flächen am Märkerweg zu erreichen. Dazu demnächst mehr hier im Blog.

Der Schulversuch „Alles>>Könner“ spielt an den Schulen in unseren Stadtteilen eine große Rolle. Der Schulversuch ist eine systematische kompetenzorientierte Unterrichtsentwicklung. Alle Schulen verfügen dazu über ein Ganztagsangebot, welches wie z.B. beim Gymnasium Ohmoor vom Gitarren-Bau bis zu American Sports reichen kann. Damit wird eine starke Vielfalt für die unterschiedlichen Interessen und Neigungen der Schüler geboten.

Haben Sie eine Anregung, wie wir unsere Schulen noch besser machen können? Dann melden Sie sich einfach jederzeit bei mir und meinem Team im Bürgerbüro.

 

Foto: Bei einer Diskussion mit Schülern an der Julius-Leber-Schule (Copyright Hamburgische Bürgerschaft).

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