Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Kombiniert man das aktuelle Hamburger Wetter und die jüngste Pressemitteilung des Bezirksamts Eimsbüttel, man könnte meinen, es sei bereits der 1. April. Der Siemersplatz im Stadtteil Lokstedt soll erneut zur Dauerbaustelle werden. Mindestens zwei Monate soll gebaut und gebuddelt werden, bereits ab kommenden Montag!

Dieser Schildbürgerstreich ist Realität und leider kein schlechter Aprilscherz. Über knapp ein halbes Jahr lang war der Siemersplatz im Rahmen des sogenannten Busbeschleunigungsprogramms der SPD im vergangenen Jahr umgebaut worden. Zuständig war hier die Verkehrsbehörde für den Senat, nicht das Bezirksamt. Dieses setzt nun (immer) um, was die Bezirksversammlung bereits 2010 beschlossen hatte: der Siemersplatz soll attraktiver werden.

Warum es vier Jahre dauerte, bis ein Beschluss umgesetzt wird? Dazu schweigt das Bezirksamt. Warum nicht die verschiedenen Baumaßnahmen koordiniert und zusammen durchgeführt wurden? Immerhin regiert die SPD seit drei Jahren sowohl im Bezirk wie auch im Senat. Doch auch dazu schweigt das Bezirksamt Eimsbüttel bislang.

Gestern reichte ich für die CDU-Bezirksfraktion zu den vielen offenen Anfragen eine kleine Anfrage an Bezirksamtsleiter Dr. Torsten Sevecke beim Bezirksamt ein. Die Antwort wird ein paar Tage dauern. Immerhin, eine erste Reaktion gab es bereits einen Tag später: das Bezirksamt informierte die Öffentlichkeit, dass der Siemersplatz ab kommenden Montag erneut zur Dauerbaustelle wird.

Bedauerlich ist dabei zudem, dass die SPD im Stadtteil Lokstedt offensichtlich noch im Winterschlaf liegt. Der aktuellste Eintrag auf der Homepage datiert auf den Oktober 2013. Engagement für den Stadtteil sieht anders aus!

 

Foto: Im Gespräch mit Bürgern auf dem Siemersplatz, Sommer 2011