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Mittlerweile hat es der “Gaga-Umbau” (BILD) der Kreuzung Julius-Vosseler-Straße Ecke Koppelstraße bundesweit in die Medien geschafft. Das Magazin extra 3 griff den “realen Irrsinn” Anfang Oktober auf und brachte das Thema damit in die ARD.

Im Rahmen der Sendung kritisierte ich gemeinsam mit meinem CDU-Fraktionskollegen Philipp Heißner die SPD-Verkehrspolitik, die an einigen Kreuzungen seit den durchgeführten Umbauten Dank fragwürdiger Planungen regelmäßig zu Unfällen führt. Darüber berichtete ich Anfang August auch in meinem Blog.

Nachdem die Verwaltung auf meine Anfrage zu Protokoll gegeben hatte, dass man an der Kreuzung nachbessern wolle, fragte ich zwei Monate und einige Unfälle später erneut nach, was seitens des Bezirksamts denn nun getan worden sei. Die Antwort der Verwaltung auf meine Anfrage “Muss der Steuerzahler für die verfehlte Hamburger Verkehrspolitik zahlen?” (Lfd. Nr. 18/20) bringt traurige neue Erkenntnis hervor.

Noch im August diesen Jahres hieß es aus der Verwaltung, es hätte seit dem Umbau acht Unfälle an der genannten Lokstedter Kreuzung gegeben. Das Bezirksamt Eimsbüttel muss nun korrigieren: es sind bereits 21 Unfälle gewesen. Jedes Mal kostet die Neuaufstellung des Verkehrsschilds 400€. Also insgesamt bis zu 8.400€ Schaden. Bezahlt werden die Kosten aus dem Haushalt des Bezirks, also vom Steuerzahler. Sofern der Verursacher ermittelt wird, kann man diesen wohl erst im Nachgang bemühen können, wenn überhaupt.

Nachdem die verfehlte Planung nun seit mindestens zwei Monaten aktenkundig ist, habe ich vom Bezirksamtsleiter erwartet, dass er sich dazu eine Meinung bildet, und versucht, weiteren Schaden vom Bezirk abzuwenden, bzw. das Unfallrisiko zu minimieren. Doch im Gegenteil: wie das Bezirksamt in der aktuellen Anfragen zum Thema mitteilen lässt, liegt “die Verantwortung bei der Verkehrsdirektion. Das Bezirksamt hat zu den Planungen im Rahmen der Beteiligung Stellungnahmen abgegeben.” Die Planungen sind lange vorbei, das Problem der Umsetzung braucht dagegen eine Lösung.

Daher werde ich nun gemeinsam mit der CDU-Bezirksfraktion Eimsbüttel den Antrag “Fehlplanungen der Verkehrspolitik korrigieren” einbringen und damit den “realen Irrsinn” hoffentlich schnell korrigieren. Die Verwaltung teilte dem Magazin extra 3 derweil zum Umbau der Kreuzung mit: “Das ist sicherlich auch eine Sache der Gewöhnung.” Schlechte Politik ist aus meiner Sicht keine Frage der Gewöhnung, die gehört einfach abgewählt.

 

Foto: Verkehrsinsel Julius-Vosseler-Straße/Koppelstraße nach einem erneuten Unfall.

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