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Über Sinn und Unsinn des sogenannten Busbeschleunigungsprogramms wurde bereits viel diskutiert und geschrieben. Selbst Experten bezweifeln den Mehrwert für den Fahrgast. Verständlich wäre es, wenn sich der SPD-Senat wünschen würde, es würde gar nicht mehr über sein 260 Millionen Euro teures Debakel geredet.

Muss man auch nicht. Es gibt zahlreiche weitere “Baustellen”, über die man ebenfalls sprechen sollte. Eine davon ist die Lokstedter Kreuzung Julius-Vosseler-Straße/Koppelstraße – im letzten Jahr für 806.206€ umgebaut. Viel Geld, um lediglich “den Verkehrsfluss zu verbessern”, wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation am 28. August in ihrer Antwort auf meine Anfrage “Umgebaute Kreuzungen: Kosten und Nutzen für den Steuerzahler” mitgeteilt hat.

Mit dem Umbau ist auch eine neue Verkehrsinsel entstanden, die mit einem darauf stehenden Verkehrsschild den Autofahrern die richtige Spur weisen soll. Ähnlich wie auch schon auf der Kreuzung Hallerstraße im Grindelviertel beweist sich das Schild allerdings selbst eher als Gefahr für den Verkehr, anstatt den Fluss des selbigen zu verbessern. In den vergangenen Monaten wurde das Schild bereits acht Mal umgefahren und musste vollständig ersetzt werden. Seit der Antwort der Verkehrsbehörde in der letzten Woche gab es bereits einen weiteren Unfall. Zum Vergleich: im Vorjahreszeitraum kam es an der selben Stelle zu genau einem Unfall.

Die regelmäßige Erneuerung kostet Geld, vermutlich viel Geld. Die genaue Summe ist allerdings selbst der Verkehrsbehörde nach eigener Aussage nicht bekannt, ein Trauerspiel. Offensichtlich sind dem SPD-Senat Kosten und Nutzen seiner Projekte egal. Der Steuerzahler muss für die verfehlte Politik blechen. 

Immerhin: als Reaktion auf meine schriftliche Anfrage gibt man nun zu Protokoll, dass eine neue Sperrfläche sowie Änderungen an den Führungslinien auf dem Straßenbelag markiert werden sollen. Ein kleiner Anfang. Bis die Verkehrspolitik in Hamburg jedoch wieder richtig rund läuft, bleibt noch viel zu tun. Ihre Anregungen nehme ich gerne auf. Senden Sie mir dazu einfach eine E-Mail.

 

Foto: Verkehrsinsel Julius-Vosseler-Straße/Koppelstraße 

1 comment

  1. Reply

    Uve 14. Oktober 2014 at 08:23

    Radfahrer “sollen” gefährliche Wege nehmen. Beispiel Vogt Wellstr. vor Budni und gegenüber Feuerwache.
    Fahren in Richtung Stellingen und Nutzung des Fahrradweges führt Sie direkt ins Krankenhaus oder in die Leichenhalle.
    Der Radweg zeigt die Richtung deutlich an; direkt in die Autofahrspur und die ist eng und dicht befahren.
    Der Streifenpolizist vor der Feuerwache erklärte, dass die andere Seite nicht zu seinem Bereich gehört!
    Bitte nicht selbst probieren, es ist gefährlich. Uve

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