Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Am ersten Aprilwochenende tagte der Deutschlandrat unserer Jungen Union in Friedrichshafen am Bodensee. Im Fokus der Diskussionen unseres kleinen Parteitags standen ein Papier zum Thema Fachkräfte sowie ein Antrag zur Lebensleistungsrente. Darüber hinaus gab es eine offene Debatte über die Wahlergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Praxisvorträge über grüne Technologien für die maritime Wirtschaft und einen bösen Brief an Bundesministerin Andrea Nahles.

In diesem Beitrag möchte ich speziell auf unsere Beschlüsse zur Stärkung der Fachkräfte in Deutschland durch Ausbildung und Integration eingehen. In Deutschland ist zwar derzeit kein flächendeckender Fachkräftemangel festzustellen, in einigen Regionen und einigen Berufsfeldern sind dennoch Engpässe vorhanden oder künftig abzusehen. So geben laut des letzten Fortschrittsberichts der Bundesregierung zum Fachkräftemangel 2014 insgesamt 38% der Betriebe an, dass sie ihre Wachstumspotentiale in Folge des Fachkräftemangels gefährdet sehen. Gerade für die Wirtschaftsmetropole Hamburg, die nach Jahrhunderten der Dominanz unserer Hafenwirtschaft in den letzten Jahrzehnten einem stetigen Wandel unterworfen ist, kommt diesem Thema eine besondere Bedeutung zu.

Auch ohne den derzeitigen Zustrom von Flüchtlingen, von denen viele auf Jahre oder sogar für immer bleiben werden, ist Hamburg geprägt von einem hohen Anteil an Bürgern mit Migrationshintergrund. Im Vergleich zu anderen EU-Mitgliedstaaten ist die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland weiterhin auf einem sehr niedrigen Stand, was den Zuzug junger Menschen weiter verstärkt, da sie sich bei uns eine Perspektive erhoffen. In unserem Papier zeigen wir auf, wie wir die berufliche und akademische Bildung stärken wollen.

Persönlich war es mir ein Anliegen, dass wir den akademischen Teil noch um eine zentrale Komponente ergänzen: so fordern wir in Abschnitt 2 (Punkt 5): Unternehmertum und der Transfer von Innovationen aus der Forschung in die Wirtschaft sollen stärker gefördert werden. Dies kann durch entsprechende Lehrinhalte sowie Gründerparks an den Hochschulen geschehen. 

In der Tat hat die CDU-geführte Bundesregierung in den letzten Jahren viele Anreize geschaffen, um junge Gründer aus den Hochschulen heraus zu unterstützen. Dennoch fehlt es oft an regionalen Programmen, Gründerparks an Hochschulen und vor allem einem entsprechenden Wissen, welches aus unserer Sicht bereits grundlegend und fachbereichsübergreifend an Hochschulen vermittelt werden muss.

Die Forderungspunkte der Friedrichshafener Beschlüsse sollen nun auch Eingang in meine Arbeit in der Bürgerschaft haben und die bisherigen Initiativen in diesem Themenbereich ergänzen. Wenn Sie etwas anregen oder einbringen möchten, schicken Sie mir doch einfach eine E-Mail und lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Der nächste Deutschlandrat der Jungen Union findet übrigens am 25. und 26. Juni im bayrischen Deggendorf statt. Dann geht es erneut mit Fraktionskollege Philip Heißner MdHB, der die Junge Union Hamburg im Bundesvorstand vertritt, und dem Wandsbeker Bezirksabgeordneten Thomas Mühlenkamp, Deutschlandrat der Jungen Union, auf Reisen, um den Austausch mit unseren Kollegen aus dem Bundesverband fortzusetzen und neue Ideen für die Arbeit in Hamburg mitzubringen.

 

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