Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Seit den 1970er Jahren wurde den Bürgern im Hamburger Westen von der SPD immer wieder eine Schnellbahnanbindung versprochen. Auch die seit Jahren stark wachsenden Stadtteile Lokstedt und Stellingen würden davon sehr profitieren. Zuletzt wurde dieses Versprechen nach nunmehr vier Jahrzehnten im Bürgerschaftswahlkampf 2015 wiederholt und von Rot-Grün anschließend im Koalitionsvertrag verankert. Dort liest sich in großen Worten:

„Die neue U-Bahnlinie U5 soll im Osten von Bramfeld über Steilshoop voraussichtlich über Sengelmannstraße und Borgweg in die Innenstadt und von dort aus über Lurup zum Osdorfer Born führen. Der Senat wird die Vorplanungen hierfür aufnehmen. Der Bau beginnt dann im nächsten Jahrzehnt. Der Senat setzt sich das Ziel, in spätestens 15 Jahren die wichtigsten Streckenabschnitte fertig gestellt zu haben. Um einen zügigen Ausbau zu gewährleisten, werden wir sowohl im Osten als auch im Westen der Stadt mit den Planungen und in der Folge mit den Bauarbeiten möglichst parallel beginnen.“

Dazu wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dabei sind zwei mögliche Bahnlinien aus Kosten- Nutzenrechnung besonders hervorgetreten: die U5 Nord: Siemersplatz – Stellingen – Volkspark-Arenen – Lurup – Osdorfer Born sowie die S32 Süd: Altona-Nord (neuer Fernbahnhof) – Bahrenfeld – Lurup – Osdorfer Born. Die gemeinsame Machbarkeitsuntersuchung der beiden Varianten U5 Nord und S32 Süd befindet sich in der Startphase und wird laut Senatsauskunft voraussichtlich im Frühjahr des Jahres 2019 abgeschlossen. Parallel prüft Schleswig-Holstein eine mögliche Weiterführung der Strecke bis nach Schenefeld.

Ein wichtiges Thema des Schnellbahnausbaus ist auch der Anschluss der Arenen im Volkspark. Soweit bislang bekannt, wäre die größtmögliche Entlastung durch die U5 und nicht durch die S32 möglich, da bei einer möglichen S32 mit einer S-Bahnstation Stadionstraße eine Trennung in heimische und auswärtige Fans nicht mehr möglich sei, was jedoch oft aus Sicherheitsgründen geboten ist. Dies wäre bei einer U-Bahnstation Volkspark, welche durch den Bau einer U5 entstehen würde, nicht gegeben und die Heim- sowie Gästefans könnten weiterhin getrennt zum Stadion geführt werden.

Gemeinsam mit der CDU-Bürgerschaftsfraktion setze ich mich für eine Erschließung des Hamburger Westens durch eine neue Bahnlinie U5 von Lokstedt über Stellingen nach Altona ein. Inzwischen ist durch die Antwort des Senats auf unsere große Anfrage 21/10889 klar geworden, dass die SPD beim Bürgerschaftswahlkampf 2015 mit dem Versprechen der besseren Erschließung bisher nicht gut erschlossener Stadtteile in Hamburg, wie bereits in den 1970-er Jahren, einen Wortbruch begangen hat und sich der Ausbau der neuen Bahnlinie noch weiter verzögern wird – wohl bis weit in die 30er Jahre. Darauf bin ich bereits in einem früheren Blogbeitrag eingegangen. Ein versprochener paralleler Baustart im Osten wie im Westen ist nicht mehr zu halten. Mögliche dadurch entstehende Mehrkosten kann der Senat bislang nicht beziffern.

Gemeinsam mit der CDU Lokstedt/Niendorf/Schnelsen werde ich Anfang dieses Jahres zu einer weiteren Informationsveranstaltung einladen, um die bis dahin bekannten Details vorzustellen und die Entwicklung aus Sicht unserer Stadtteile mit Ihnen zu diskutieren. Die Einladung folgt. Am besten melden Sie sich dazu für meinen monatlichen Newsletter an.

 

Bild: Mögliche Streckenführungen U5 und S32

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