Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Anfang Januar berichteten Hamburger Medien, der Modekonzern Tom Tailor suche neue Flächen, um der positiven Entwicklung des Unternehmens in den letzten Jahren durch eine nun notwendige Vergrößerung des Hauptsitzes Rechnung zu tragen.

Seit Ende der 1990er Jahre sitzt das Unternehmen in Niendorf und beschäftigt hier in seiner Zentrale rund 500 der weltweit mehr als 6.000 Beschäftigten. Damit ist Tom Tailor einer der größten Arbeitgeber in Eimsbüttel. Insbesondere für die Geschäfte und Restaurants am direkt gegenüberliegenden Tibarg sind die Angestellten von Tom Tailor gern gesehene Kundschaft.

Offenbar kommt sowohl der jetzige Standort für eine Erweiterung in Frage, wie auch ein Umzug in den Bezirk Mitte. Der dortige Bezirksamtsleiter Andy Grote (SPD) macht gegenüber dem Hamburger Abendblatt bereits deutlich, dass er ein aktives Interesse daran hat, Unternehmen im Bezirk Mitte anzusiedeln, offenbar auch auf Kosten der anderen Hamburger Bezirke.

Bereits der Wegzug von tesa aus Eimsbüttel, und gleichzeitig aus Hamburg, ist ein herber Verlust für den Standort hinsichtlich der wegfallenden Arbeitsplätze und weiterer Einnahmen für die Stadt Hamburg gewesen. Hier hat es die SPD in Bezirksverwaltung und Senat versäumt, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, um das Unternehmen zu halten. Dabei sollte es doch im parteiübergreifenden Interesse liegen, und damit eine prioritäre Aufgabe für den Bezirk Eimsbüttel sein, Unternehmen am Standort zu sichern, unsere lokale Wirtschaft zu unterstützen und damit dauerhaft Arbeitsplätze im Bezirk zu sichern.

Deshalb habe ich mit der CDU-Fraktion einen entsprechenden Antrag in die Bezirksversammlung Eimsbüttel eingebracht, der in Verhandlungen mit SPD und Grünen schließlich zu einem fraktionsübergreifendem Papier wurde. Ende Januar beschloss die Bezirksversammlung daraufhin:

  1. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel begrüßt es, dass Tom Tailor für die notwendige Erweiterung der Zentrale auch den derzeitigen Standort Niendorf in Betracht zieht.
  2. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten dafür Sorge zu tragen, dass alle denkbaren Optionen geprüft werden, um so die Erweiterung von Tom Tailor in Niendorf zu ermöglichen. Es sollen – ggf. unter Beteiligung der Bezirksversammlung – Gespräche mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks (Pensionskasse der Hochbahn) und der Tom Tailor Holding AG sowie mit den zuständigen Stellen der Stadt Hamburg für den Standort Anna-Warburg- Schule (Tibarg) geführt werden, um die Möglichkeiten für einen Verbleib der Zentrale in Niendorf zu erörtern.
  3. Über alle weiteren Überlegungen zur Sache soll – wenn möglich – auch der BID Tibarg informiert werden.
  4. Die Vorsitzende der Bezirksversammlung wird darüber hinaus gebeten, sich bei der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation dafür einzusetzen, Gespräche mit dem Ziel des Verbleibs der Konzernzentrale in Niendorf zu führen.
  5. Der aktuelle Sachstand zur Standortentwicklung von Tom Tailor und die weiteren Optionen und Pläne mögen in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Grün, Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherschutz dargestellt werden.

Nun ist Bezirksamtsleiter Dr. Sevecke (SPD) gefordert, gemeinsam mit dem SPD-Senat dafür Sorge zu tragen, dass Tom Tailor nicht nur in Hamburg, sondern auch an seinem Standort Niendorf bleibt. Insgesamt zeigt dieses Beispiel erneut, dass wir einen Richtungswechsel in der Wirtschaftspolitik brauchen. Dafür werde ich mich auch in Zukunft zusammen mit der CDU einsetzen.

 

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