Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Anfang November trafen sich die hochschulpolitischen Sprecher von CDU/CSU-Landtagsfraktionen und aus dem Deutschen Bundestag zu ihrer Jahrestagung in Hamburg. In diesem Jahr standen das Thema Unternehmertum an Hochschulen, insbesondere der Wissenstransfer in Form von Ausgründungen im Mittelpunkt der Diskussionen.

Als Ehrengäste und Referenten nahmen Karin Prien, Ministerin für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Micha Teuscher, Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), André Trepoll, Oppositionsführer und CDU-Fraktionsvorsitzender in der Hamburgischen Bürgerschaft, sowie Prof. Dr. Reza Asghari, vom Entrepreneurship Center Braunschweig, teil. Die Hamburger Erklärung fasst die Ergebnisse der Tagung als gemeinsame Beschlussfassung zusammen.

Zum Auftakt der Fachsprechertagung führte Ministerin Prien aus, welchen Herausforderungen sich moderne Hochschulen stellen müssen. Dazu zählen die Digitalisierung in Forschung und Lehre, der Transfer von Wissen in die Gesellschaft, die Internationalisierung sowie die Kooperation zwischen Bund und Ländern. Im Kontext unserer diesjährigen Fachtagung haben wir uns insbesondere mit dem Thema Transfer von Wissen (Ausgründungen aus der Wissenschaft) auseinandergesetzt. Prof. Teuscher berichtete passend dazu, über die Third Mission von Hochschulen und die Bedeutung der Gründerlehre im Studium, so dass jeder spätere Arbeitnehmer mit besseren Einblicken in die Unternehmensführung ins Berufsleben startet. Prof. Reza Asghari referierte über die Erfolge des Entrepreneurship Centers in Braunschweig, einer Kooperation zwischen Technischer Universität und Fachhochschule. Schließlich gab ein Vortrag von ELNET Deutschland e.V. einen Blick auf die Startup Nation Israel. In kaum einer Region weltweit gibt es mehr Startups pro Einwohner, mehr Venture Capital pro Startup. Dabei kommt der Wissenschaft eine zentrale Rolle zu.

Der unabhängige akademische Diskurs an Hochschulen ist ein hohes Gut und Grundlage erfolgreicher Forschung und Lehre. unsere Fachsprechertagung setzt sich darüber hinaus dafür ein, dass die Wissensverwertung einen wesentlich höheren Stellenwert bekommt. Das Konzept der “Entrepreneurial University“ stellt die Förderung von Ausgründungen an die Seite von Forschungs- und Lehraktivitäten. Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollen im Sinne einer „Entrepreneurship Governance“ so optimiert werden, dass das Engagement von Wissenschaftlern bei Ausgründungen vereinfacht und gewürdigt wird. Dazu bedarf es einer ausreichenden Grundfinanzierung und passender Infrastruktur, zusätzlicher Professuren im Bereich Entrepreneurship sowie flexibler Gestaltungsmöglichkeiten, um auch zeitlich befristete Wechsel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu erleichtern. Zusätzliche Förderprogramme an wissenschaftlichen Einrichtungen sind wichtig, um die Zahl der Ausgründungen zu erhöhen. Dieser Wandel kann ohne das Engagement der Hochschulleitungen nicht gelingen.

Ausgründungen aus deutschen Universitäten und Hochschulen sind von zentraler Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft. Entrepreneurship als eigenverantwortliche und kreative Lösung sozialer und ökonomischer Probleme mittels marktwirtschaftlicher Strukturen entspricht im besten Sinne den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft. So wird Deutschland fit für die Zukunft. Daran werden CDU und CSU mit dem Beschluss der Hamburger Erklärung in den Landtagen sowie im Bund mit aller Kraft arbeiten.

Persönlich habe ich mich sehr gefreut, gemeinsam mit unserer CDU-Bürgerschaftsfraktion Hamburg in diesem Jahr Gastgeber der Fachsprechertagung Wissenschaft sein zu dürfen. Im vergangenen Dezember haben wir auf Einladung von Prof. Dr. Mario Voigt MdL und der CDU-Landtagsfraktion Thüringen in Jena getagt. Im kommenden Herbst bleiben wir Norddeutschland treu und werden uns auf Einladung von Susanne Grobien MdBB und der CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft in Bremerhaven treffen.

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