Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Die Junge Union ist immer für eine kreative Aktion gut. Mitte August bat der Kreisverband Eimsbüttel zum Schlagloch Golfturnier in einen Stadtteil meines Wahlkreises – nach Lokstedt, um auf den schlechten Zustand vieler Hamburger Straßen aufmerksam zu machen. Einige Anwohner meldeten sich im Nachgang mit Ideen, um die Situation vor Ort zu verbessern. Geholfen hat dabei sicherlich auch die breite Präsenz der kleinen Aktion in den Hamburger Medien.

Die Emil-Andresen-Straße liegt im grünen Lokstedt, quasi mitten in dem Wahlkreis, für den ich als Abgeordneter in der Bezirksversammlung Eimsbüttel sitze. Gerne war ich daher bei der Aktion dabei, und habe mich über den Ideenaustausch mit den Bürgern vor Ort gefreut. Auch die Harvestehuder Bürgerschaftsabgeordnete Katharina Wolff unterstützt das Turnier und spielte mit einem Team um den “Goldenen Stoßdämpfer”.

Ein Ergebnis des Turniers ist ein Antrag für die kommende Sitzung der Bezirksversammlung, welcher darauf abzielt, die Einhaltung des Tempo-Limits in der Straße zu kontrollieren, um die Situation für die Anwohner zu verbessern. Die bespielte Strecke ist dabei nur ein trauriges Beispiel für den Zustand vieler Straßen. Der SPD-Senat stellt zu wenig Geld für die Sanierung bereit, die Bezirksverwaltung Eimsbüttel kommt häufig mit der Umsetzung der Maßnahmen nicht hinterher.

Der Hintergrund: in der Emil-Andresen-Straße gilt seit geraumer Zeit im Abschnitt Julius-Vosseler-Straße bis Lohkoppelweg das Tempo 10. Schlagloch reiht sich hier an Schlagloch. In einem langen Prozess konnte vor allem durch ein engagiertes Auftreten einer Bürgerinitiative sowie weiterer Anwohner verhindert werden, dass zur Sanierung der Straße ein Großteil der Bäume gefällt wird. Nun aber zieht sich die Sanierung hin. Da momentan auf der Ecke rund 170 Wohnungen neu gebaut werden, möchte das Bezirksamt bis zum Ende der Bauarbeiten warten, bis die Straße endlich wieder in einen verkehrssicheren Zustand versetzt wird.

Für die Anwohner ist dies ein unschöner Zustand. Täglich rollt eine zunehmende Zahl von Fahrzeugen durch ihre Straße, darunter viele große Laster und Transporter auf dem Weg zur Baustelle. Dabei hält sich leider nicht jeder Fahrzeugführer an das aufgrund des schlechten Straßenzustands geltende Tempolimit von 10 km/h.

Mit dem nun eingereichten Antrag möchte ich vor Ort dazu beitragen, dass sich der Lärm auf ein erträglicheres Maß reduziert und gleichzeitig die Verkehrssicherheit für alle Teilnehmer erhöht wird. Schön, wenn aus einer kleinen, sportlichen Idee auch gleich eine politische Initiative wird. Vielen Dank an alle Teilnehmer und die konstruktiven Vorschläge der Anwohner vor Ort.

Quelle des Bildes: Hamburger Abendblatt