Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Sind es nun die Gedanken um die IT-Unterstützung der eigenen Eltern oder die kraftraubende Suche nach dem perfekten Tannenbaum – so sehr wir uns in jedem Jahr auf das Weihnachtsfest freuen, so fordernd empfindet es jeder von uns doch bisweilen auch.

Alles begann dennoch schon höchst weihnachtlich. Mit selbst geschaffenem Druck werden die letzten Weihnachtsgeschenke vormittags am 23. Dezember gekauft. Die Wartezeiten an den Kassen lassen ein erstes Gefühl von Gemeinschaft aufkommen. Ich bin nicht allein. Mittags geht es für mich  zur Familie – mit der Bahn quer durch Niedersachsen. Im Bistro sitze ich mit fremden Menschen zusammen. Man unterhält sich vergnügt, über das Wetter und das Weihnachtsfest.

Nun ist das Fest der Feste schon beinahe wieder vorbei. Während ich diesen Beitrag schreibe, schreitet der zweite Weihnachtstag in seinen Stunden voran. Schön war es soweit. Beginnend mit dem Wiedersehen mit alten Freunden am 23. Dezember, über den traditionell verbrachten Heiligabend mit Gesang und Geschenken sowie dessen Fortsetzung am nächsten Tag. Festmahl folgt auf Festmahl. Strahlende Gesichter überall.

Doch in die Freude mischen sich bisweilen auch andere Gefühle. Ein alter Studienfreund schreibt spät am Abend betrübt auf Facebook, er hätte sich Heiligabend kaum mit seiner 94jährigen Oma unterhalten. Andernorts lagen offenbar Nerven blank, als die Weihnachtsgans nicht so perfekt geworden war, wie der eigene Anspruch. Dabei schmeckte der Vogel doch sicherlich fantastisch, wie eh und je.

Was von Weihnachten bleibt, sind schöne Erinnerungen, Emotionen und sicherlich ein paar Geschenke. Und vermutlich bleiben auch ein paar gute Vorsätze: sich nächstes Mal länger zu unterhalten, mehr IT-Unterstützung zu geben, den Weihnachtsbaum und die Weihnachtsgans noch deutlicher als perfekt gelungen zu loben.

Doch Weihnachten ist auch nur einmal im Jahr. Nehmen wir Gans und Baum stellvertretend für die vielen anderen sich bietenden Gelegenheiten. Nutzen wir nicht nur die Fest- und Feiertage, sondern nehmen wir uns auch im Alltag hin und wieder etwas mehr Zeit für netten Smalltalk mit den Sitznachbarn und für längere Gespräche mit Familie und Freunden. Die Zeit fliegt. Sie ist das größte Geschenk, dass wir haben. Nutzen wir sie klug.

Allerseits ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest und ein tolles 2016.

 

 

 

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