Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Die steigenden Mietpreise auf den Hamburger Wohnungsmarkt treffen alle Hamburger. Besonders hart wird es zunehmend für Azubis und Studenten, die nach einer ersten eigenen Wohnung oder einer WG in unserer Stadt suchen.

Zu Beginn des Wintersemesters 2012/2013, dies war der lokalen Presse zu entnehmen, verschärfte sich die Situation wie im Vorjahr so stark, dass die jungen Zuzügler in Turnhallen unterkommen mussten. Ist endlich eine bezahlbare Unterkunft gefunden, so muss dennoch Monat für Monat ein hoher Anteil des eigenen Budgets für die Wohnung aufgewendet werden. Mit Bezug auf eine Studie von www.immowelt.de berichtet das Hamburger Abendblatt aktuell, dass Hamburgs Studenten zwischen 10,80€ (WG) und 12,30€ (Single-Wohnung) pro Quadratmeter zahlen müssen. Damit liegt Hamburg auf Platz 7 von insgesamt 39 untersuchten Städten.

Gemeinsam mit der Jungen Union setzte ich mich bereits im Bürgerschaftswahlkampf 2011 für zusätzliche Studenten- und neue Azubiwohnheime ein. Kurz nach der Wahl verkündete der SPD-Senat dann auch, zukünftig spezielle Wohnangebote für Auszubildende schaffen zu wollen. Zwei Jahre später ist nicht viel passiert.

Die Antwort der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) auf meine Anfrage nach bedarfsgerechtem Wohnungsbau vom 20. Februar diesen Jahres ist ernüchternd (Bedarfsgerechter Wohnungsbau). Immerhin dürfen Auszubildende zukünftig auch am Förderprogramm für studentisches Wohnen in den Stadtteilen Billstedt, Harburg, Rothenburgsort und Wilhelmsburg teilnehmen. Ein eigenes Wohnheim für Auszubildende wurde jedoch, knapp zwei Jahre nach der ersten Ankündigung, bislang nicht geschaffen. Laut BASFI laufen derzeit Ausschreibungen für ca. 260 Azubi-Wohnungen in den Bezirken Eimsbüttel, Mitte und Wandsbek. Das ist ein sehr schwaches Ergebnis für zwei Jahre Vorbereitungszeit.

Erneut habe ich den SPD-Senat am 8. März aufgefordert, Wohnungen bedarfsgerecht zu bauen sowie Planung und Bewilligung von Bauvorhaben zu beschleunigen. Durch den zusätzlichen Bau der versprochenen Azubi-Wohnheime sowie weiterer Studentenwohnheim kann auch ein Stück weit Druck aus dem gesamten Wohnungsmarkt genommen werden. Die bisherigen Bemühungen und Lippenbekenntnisse des SPD-Senats haben bislang nichts gebracht.

Gemeinsam mit der Jungen Union Hamburg werde ich mich auch weiterhin für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, insbesondere für unsere junge Generation. Hamburg ist auf den Zuzug junger Talente angewiesen. Dabei muss die Stadt auch in der Lage sein, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.