Bürgerschaftsabgeordneter für Lokstedt, Niendorf und Schnelsen | Wissenschaft & Digitale Wirtschaft

Hamburg ist auf erfolgreiche Unternehmensgründungen angewiesen, um an der Spitze der zweiten Digitalisierungswelle mitmarschieren zu können. Wir benötigen das Know-How der exzellentesten Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft um den wirtschaftlichen Erfolg unserer Stadt für die Zukunft zu sichern.

Dazu muss Hamburg konsequent zum Innovations-Hotspot ausgebaut werden. Ein grundlegender Baustein zum Erfolg sind entsprechend aufgestellte Universitäten und Hochschulen. Bereits auf eine ältere Anfrage von mir gab der Senat an, es gebe nur acht Lehrstühle an staatlichen Hochschulen in Hamburg, die sich mit dem Thema Entrepreneurship beschäftigen. Zum Vergleich: 18 Lehrstühle an eben diesen Einrichtungen sind mit dem jungen Themengebiet Gender Studies beschäftigt. Auf meine Nachfrage hin musste der Senat die Zahlen sogar korrigieren. Es gibt lediglich drei Professuren, die sich schwerpunktmäßig mit dem Themengebiet Gründertum auseinandersetzen.

Weder dient dies der Zukunftsfähigkeit der Hamburger Wirtschaft, noch kann es dem Anspruch des Senats genügen, der im rot-grünem Koalitionsvertrag noch wie folgt klang: „Wissenschaft und Forschung sind die zentralen Faktoren für die Zukunftsfähigkeit moderner Metropolen. Sie sind Motor für Innovation und damit für die Wettbewerbsfähigkeit Hamburgs.“

Dabei gilt es dennoch, die Autonomie der Hochschulen zu respektieren und zu wahren. Entsprechend ist die Politik gefordert, zusätzliche Anreize zu setzen, um den Innovationsstandort Hamburg zu stärken. Ich habe deshalb, mit einigen Kollegen aus der CDU-Bürgerschaftsfraktion, einen Antrag zur Schaffung von 10 Innovationsprofessuren gestellt. Unser Ansatz ist dabei, einen Teil der bislang nicht ordnungsgemäß verwandten BAföG-Millionen ihrem eigentlichen Verwendungszweck zur Stärkung der Wissenschaft zuzuführen.

Durch gerade einmal 10 Prozent der jährlich zur Verfügung stehenden Summe könnten diese 10 neuen Professuren an Hamburgs Universitäten und Hochschulen finanziert werden. Mit einem Beitrag von rund drei Millionen Euro pro Jahr könnten zehn Lehrstühle mit Schwerpunkt Entrepreneurship, IT und Technologiemanagement im Rahmen eines Hamburger Innovationsprogramms entstehen und einen wertvollen Beitrag in Forschung, Lehre und Technologietransfer leisten. Für die Startup-Metropole Hamburg wäre dies ein großer Gewinn.

Der Antrag wird voraussichtlich am 25.11.2015 in der Bürgerschaft beraten. Bei Interesse organisiert das Bürgerbüro Ihnen gern Karten für die Sitzung. Eine kurze Mail genügt.

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